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Vom Kartoffel-Ernter zum Laser

NiederönzHeute feiert die Bystronic Laser AG in Niederönz ihren 25.Geburtstag. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte der Firma mit Kartoffelerntemaschinen. Heute ist Bystronic mit ihren Laserschneideanlagen die Nummer zwei auf dem Weltmarkt.

Seit den Sechzigerjahren stellte die Bystronic Maschinen AG in Bützberg Glasbearbeitungsmaschinen her. Geschäftsführer war damals Ernst Zumstein. Später erwarb er von einem Dienstkollegen ausserdem die Samro AG, die in Burgdorf Maschinen für die Kartoffelernte baute. Obwohl Marktführer in der Schweiz, ging es der Firma nicht eben rosig. Heute lässt sich Zumstein in der Jubiläumsschrift der Niederönzer Bystronic Laser AG mit den Worten zitieren: «Um ehrlich zu sein, ich weiss heute nicht mehr, warum wir Samro kauften. Wir stolperten in dieses Geschäft hinein.» Für die Samro-Erntemaschinen benötigte Zumstein Blechteile. Deren Produktion war teuer, weil sie in Kleinserien gestanzt wurden. Für jedes Teil wurde ein spezielles Stanzwerkzeug benötigt. Zu dieser Zeit kam eine neue Technologie auf: Das Laserschneiden. So entstand 1983 in Bützberg der Prototyp einer Laserschneidemaschine. Was hinter Bystronic steckt Und diese Maschine fand reissenden Absatz. Es war genau das, worauf der Markt gewartet hatte. Renommierte Firmen wie Müller Martini in Zofingen und Rieter gehörten zu den ersten Kunden. Ihnen folgten in rascher Folge weitere Kunden, sodass 1986 die Herstellung der Laserschneidemaschinen aus der Bystronic Maschinen AG in die neu gegründete Bystronic Laser AG mit Sitz in Niederönz ausgegliedert wurde. Der Name Bystronic setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Gründer Byland, Schneider und Trösch zusammen. Byland und Trösch verkauften ihre Anteile bereits ein Jahr nach der Firmengründung; 1994 schied Trösch aus. Die Bystronic Laser kam zur ZZ Holding von Jacob Schmidheiny, der heutigen Conzzeta-Gruppe. Im Jahr 2000 schied Zumstein als Direktor aus. Bystronic-CEO ist heute Ferdi Töngi. Die Geschichte der Bystronic Laser ist eine Erfolgsgeschichte. Die Firma beschäftigt heute weltweit 1400 Mitarbeiter, rund 500 davon in Niederönz. Vor 25 Jahren war sie mit 30 Mitarbeitern gestartet. «Dieses Wachstum brachte einen Kulturwandel in der Firma», sagt Mediensprecher Martin Engel. Und er beschreibt bildhaft: «In der Bystronic isst man heute nicht nur Rösti, sondern auch Donuts und Reis.» Tatsächlich hat die Firma Niederlassungen in ganz Europa und Asien. In China wird für den chinesischen Markt produziert, und in Rumänien werden ältere Laserschneidemaschinen wieder markttüchtig gemacht. In Niederönz wird vor allem für den Absatzschwerpunkt Europa produziert, wo gegenwärtig 62 Prozent der Produktion abgesetzt werden. «Gut ausgelastet» Die aktuelle Frankenstärke drückt auch in Niederönz die Margen. Allerdings wurden die Währungseinflüsse bereits vor rund 10 Jahren begrenzt. Seither werden auch Schweizer Zulieferer in Euro bezahlt, und es wird verstärkt im Euroraum eingekauft. Eduard Nacht>

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