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«Vom Trainer der U-21 habe ich nie etwas gehört»

benjamin LüthiDer Rechtsverteidiger hat sich nach dem 0:0 gegen St. Gallen unter anderem zum neuen

Wie werten Sie das neuerliche Unentschieden Ihres Teams? Benjamin Lüthi: Ich weiss nicht, was ich von diesem Punkt halten soll. Jedenfalls spielten wir schlecht. Chancen gab es kaum – weder für uns noch für die St.Galler. Wir wollten gewinnen; insofern ist das 0:0 zu wenig. Andererseits wurden wir für einen ungenügenden Auftritt mit einem Zähler belohnt. St.Gallen spielte gerade in der ersten Hälfte sehr passiv. Sollte ein Team, das unbedingt Siege braucht, nicht etwas offensiver auftreten? Wenn ein Team in Schwierigkeiten steckt, ist es schwierig. Das weiss ich aus der Saison 2007/08, als wir letztlich abgestiegen sind. Man ist dann bemüht, zumindest keinen Treffer zu erhalten, und wagt nicht so viel. Wir hatten mehr vom Spiel; entstanden sind daraus aber auch nur zwei grössere Gelegenheiten. Ist der FC Thun nun frei von Abstiegssorgen? Oder befürchten Sie, noch in den Kampf um den Ligaerhalt involviert zu werden? Nun haben wir sicherlich eine gute Ausgangslage. Ein, zwei Siege sollten wir noch einfahren; danach sind wir sicher gerettet. Wichtig ist es etwa, gleich am Mittwoch gegen Luzern zu gewinnen. Die sind schlecht drauf. Davon müssen wir profitieren. Ihr Auftritt war abermals gut. Wie empfinden Sie Ihre Leistungen in dieser Saison? Ich stand relativ gut und hatte Gegenspieler Alberto Regazzoni im Griff, auch dank guter Unterstützung. Nach vorne hätte ich mehr machen können. Restlos zufrieden bin ich nicht. Im Training glücken die Flanken oft; im Ernstkampf kann ich mich da sicher noch verbessern. Ich muss konstanter werden in meinen Aktionen. Acht Tore habe ich bisher vorbereitet. Das ist gut. Aber ich will mehr. Sie tun mehr für die Offensive als Marc Schneider, der linke Aussenverteidiger. Ist das Teil taktischer Anordnungen? Nun, man weiss ja, dass ich mich gerne einbringe im Angriffsspiel. Früher war ich Mittelfeldakteur. Das kommt mir dabei bestimmt zugute. Das Schwierige ist, nach vorne etwas zu machen, ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Nach einem Vorstoss fehlt mir manchmal die Luft, den Gegner sauber vom Ball zu trennen, und ich begehe ein Foul. Auch deswegen habe ich schon siebenmal Gelb gesehen. Als junger Stammspieler in der Super League dürften Sie ein Thema für die U-21-Nationalmannschaft sein. Von deren Trainer habe ich nie etwas gehört (überlegt.) Vielleicht wird dort prinzipiell auf jene Spieler gesetzt, die von Beginn weg dabei waren. Für die Karriere wäre es bestimmt hilfreich, in der Nationalmannschaft zu spielen. Aber es ist, wie es ist. Und Thun ist mir ohnehin viel wichtiger. Vor dem Spiel gegen St.Gallen wurde das neue Logo des FC Thun vorgestellt. Wie gefällt es Ihnen? Ich finde es eigentlich schön. Wir Spieler durften ja mitentscheiden, und wir wählten auch dieses Logo. Es ist schlicht, aber attraktiv: genau so, wie wir auch auftreten wollen. Auf uns kommt im Rahmen des Umzugs ins neue Stadion viel Gutes zu. Nun müssen wir es nur auf dem Feld noch richten – dann kommts gut. Interview: Adrian HornNoten zum Spiel Seite 20;FC Thun - St. Gallen Matchbericht und die Noten. www.fussball.bernerzeitung.ch >

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