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Von Glücksbausteinen und vom Glücklichsein

Jonas Aegerter (19) wohnt in Uetendorf und besucht das Gymnasium Thun-Seefeld. Seine Hobbys sind Fotografie, Tanz, Schwimmen, Freunde und Familie.

Jonas Aegerter
Jonas Aegerter
Patric Spahni

Am liebsten würde ich mich jetzt einfach hinlegen und schlafen. Im Moment ist mein Schlafmass unterschritten, und ich bin müde. Müde sein, besonders die Müdigkeit, die im Zusammenhang mit Schwäche und Erkältung auftritt, mag ich gerne. Sie erlaubt es mir, nichts tuend im Bett zu liegen. Ein schönes Gefühl.

Ich glaube, ein gelungenes Leben zeichnet sich durch Glücksmomente aus. Nein, nicht Spielglück, sondern Glück. Glück, wie es die Liebe bringt, wie es in der Freundschaft wächst. Auch anderen Menschen etwas Gutes, Schönes, einen kleinen Gefallen zu tun, macht glücklich. Neben dem Glück, das in Beziehungen wächst, gibt es auch das Glück, kommend aus der Freiheit. Mich macht es glücklich, freihändig warmen Sommerstürmen entgegenzufahren.

Für mich wird Freiheit dadurch greifbar. Ein öder Heimweg kann zur Weltreise werden, kann Träume wecken – macht glücklich.

Träume, ich glaube, für ein glückliches, erfülltes Leben sind sie wichtig. Träume sind Hoffnung, Hoffnung ist Antrieb. Ohne diesen würden schlimme Momente zu Fallen, aus denen zu entkommen schwer würde. Für mich ist Freiheit gerade deshalb so wichtig, da ohne sie das Verwirklichen von Träumen schwer ist. Doch zu viel Freiheit kann diejenige anderer beeinträchtigen. Das darf nicht sein.

Das richtige Mass zwischen der eigenen Freiheit und der Frechheit der anderen muss gefunden werden.

Die Absichten, die Interessen unserer Mitmenschen müssen respektiert werden. Für mich ist das, was ich unter Missachtung anderer Menschen Wünsche durchgesetzt, erreicht habe, eigentlich nicht als ein Baustein für ein glückliches Leben brauchbar. Wenn das glückliche, gelungene Leben ein Haus wäre, so bestünde es aus vielen Glücksbausteinen – und viele dieser Glückssteine wären wohl leider trotzdem zu einem gewissen Anteil in egoistischen Handlungen entstanden.

Ein solches Haus ist für mich aber nicht unbrauchbar – es bedarf der ständigen Verbesserung und lässt ein Ruhen nicht zu.

Ich glaube, das ist gut so.

Mail: jonas.aegerter@gmx.ch

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