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Von Helden und Thuner Urgesteinen

Held: Eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sogenannten Heldentaten, treibt. So definiert die Onlineenzyklopädie Wikipedia den gerade in unserer heutigen Zeit arg strapazierten Begriff. Wer ihn bei der Suchmaschine Google eingibt, erhält 353 Millionen Treffer. Irgendwo darunter findet sich Stefan Dänzer: Schliesslich hat er am 11.Januar 2009, als der «Bären» in Steffisburg lichterloh brannte, fünf Menschen das Leben gerettet. Doch der 44-Jährige sagte schon damals: «Ein Held bin ich bestimmt nicht.» Wie auch immer: Die TT-Leserinnen und -Leser beeindruckte Dänzer mit seinem Einsatz – sie wählten ihn mit deutlichem Vorsprung zum Thuner des Jahres. Ein waschechter Thuner Held, dem Jahr für Jahr im Herbst gehuldigt wird, ist dafür der Fulehung. Mit dem gehörnten Narren seit Jahren untrennbar verbunden ist der Zweitplatzierte der TT-Kopf-Wahl, Urs Balmer. Als Kadettenkorpsleiter stand er 2009 besonders im Zentrum des Interesses – schliesslich feierten Kadettenmusik und Tambouren ihr 150-Jahr-Jubiläum. «Die Bevölkerung hat unheimlich viel Freude ausgestrahlt», konstatierte ein zufriedener Urs Balmer nach dem Ausschiesset 2009. Leidenschaftlich und lustvoll kämpfend für eine gerechtere Welt: So kennt man Jean Ziegler. Er liebe das gute Leben und «ist wahrlich kein Heiliger oder Held», steht in der Buchbeschreibung zu Zieglers Werk «Wie herrlich, Schweizer zu sein». Er mag kein Held sein – er ist bestimmt aber auch kein Prophet, der im eigenen Land nichts gilt: Nachdem er 2009 bereits den Thunpreis gewann, holte er bei der TT-Kopf-Wahl am drittmeisten Stimmen. Drei über 60-jährige Herren folgen nach Lebensretter Stefan Dänzer – dem ersten männlichen TT-Kopf seit Urs «Longo» Schönenberger im Jahr 2005 – auf den folgenden Plätzen. Richtige Thuner Urgesteine sind sie allesamt: Balmer, Ziegler und der umtriebige ehemalige Stadtarchivar Jon Keller. Held oder nicht Held: Das ist am Ende gar nicht die Frage. Sie alle haben grossen Einsatz gezeigt – nicht (nur) für sich, sondern vor allem für andere. Und das hat ja durchaus etwas Heldenhaftes. Michael GurtnerPorträt des TT-Kopfs 2009: Seite 23. >

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