Von Tragödien und Träumen

Lauterbrunnen

Zu den hundert faszinierendsten Gipfelkreuzen der Alpen gehören laut dem neuen Buch «Gipfelkreuze» auch dasjenige auf dem Schwarzmönch und auf dem Bietenhorn.

Dieses Gipfelkreuz – einst ein Grabstein – steht seit 15 Jahren auf dem 2648 Meter hohen Gipfel des Schwarzmönchs. Auch diese Geschichte wird im Buch «Gipfelkreuze» erzählt.

Dieses Gipfelkreuz – einst ein Grabstein – steht seit 15 Jahren auf dem 2648 Meter hohen Gipfel des Schwarzmönchs. Auch diese Geschichte wird im Buch «Gipfelkreuze» erzählt.

(Bild: Bruno Petroni)

Bruno Petroni

Es geht um Träume, Triumphe und Tragödien, im neuen Buch «Gipfelkreuze» des Deutschen Autors Hans-Joachim Löwer. Eine solche Tragödie ereignete sich vor 20 Jahren am Schwarzmönch, als der tschechische Bergsteiger Jiri Smid durch einen Steinschlag getroffen ums Leben kam.

Sein Freund, der Mürrner Hotelier Kurt Huggler, der das Drama am Schwarzmönch mit dem Feldstecher von zu Hause aus praktisch live miterleben musste, fand fünf Jahre später in Zürich ein 750 Kilo schweres Granitkreuz, das gratis abgegeben wurde, da eine Grabfrist abgelaufen war. Seither thront das zweifellos schwerste Gipfelkreuz Europas auf dem Gipfel des Schwarzhorns, der von der Silberhornhütte in 20 Minuten zu Fuss über den ausgesetzten Gipfelgrat erreichbar ist.

Noch vor Sonnenaufgang

Fünf Kilometer westlich davon ziert seit 12 Jahren ein schlankes Gipfelkreuz aus Vierkantrohren den Gipfel des Bietenhorns (2756 m). Dessen Ursprung war keine Tragödie, sondern der Traum des Mürrner Bergführers Ueli Frei, der die Idee hatte, dem Mauerblümchendasein des Bietenhorns im Schatten des benachbarten Schilthorns ein Ende zu setzen.

Der damalige Automechaniker-Lehrling Martin Feuz, Sohn des langjährigen örtlichen SAC-Sektionspräsidenten und heutigen Ehrenmitglieds René Feuz, nahm die Herausforderung zum Bau eines Gipfelkreuzes mit viel Elan an und brach eines Nachts um zwei Uhr auf, das Kreuz noch vor Sonnenaufgang auf dem Bietenhorn montieren zu gehen.

Das vom Südtiroler Athesia-Verlag und dem Innsbrucker Tyrolia-Verlag herausgegebene 336-seitige Buch «Gipfelkreuze» erzählt Geschichten von weiteren 15 Schweizer Gipfelkreuzen, sowie 83 solchen aus dem benachbarten Alpenraum.

Erhältlich ist das Buch unter der ISBN 978-3-7022-3752-3.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt