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Von Tschechien nach Zuchwil

Spencer Rezek wollte in der höchsten tschechischen Liga Eishockey spielen, erhielt dort jedoch keinen Vertrag. Der 25-jährige Berner stiess Anfang November zu Zuchwil Regio und ist zweitbester Skorer seines Teams.

Im letzten Sommer brach Spencer Rezek nach Tschechien, in die Stadt Ceske Budejovice auf. Im Heimatland seines Vaters wollte der britisch-schweizerische Doppelbürger professionell Eishockey spielen. Trainer Jan Tlacil, der frühere Cheftrainer von Ambri-Piotta und ehemalige Verantwortliche für die Elite-Junioren des SC Bern, hatte Rezek ein Engagement in Tschechien schmackhaft gemacht. Der 25-Jährige kehrte jedoch bereits im Herbst in die Schweiz zurück. «Der Trainer wollte mich behalten. Der Verein musste jedoch Lohnkürzungen vornehmen, und es wurde entschieden, mir keinen Vertrag für die ganze Saison zu geben», erzählt Rezek. Auch Trainer Tlacil wurde am 28. Oktober seiner Funktion enthoben und durch Frantisek Vyborny ersetzt. Der frühere SCB-Junior, der für Ambri-Piotta in der NLA und Langenthal in der NLB gespielt hatte, stand ohne Verein da. «Über einige Ecken» stiess er schliesslich zum Erstligisten Zuchwil Regio. In 11 Spielen erzielte er 22 Skorerpunkte. «Gute Spieler» Die 1. Liga schätzt der Berner nicht als schlechte Liga ein. «Auch in der 1. Liga gibt es gute Spieler und gute Skorer.» Zusammen mit Marco Pistolato und Freddy Stalder bildet Rezek eine torgefährliche Sturmlinie. Zuchwil gewann dadurch an offensiver Stärke, konnte jedoch den Fall in die Masterround 6-11 nicht verhindern. «Ich bin ziemlich enttäuscht darüber. Die ersten fünf Mannschaften können nun auf höherem Rhythmus gegeneinander spielen», meint Rezek. Zuchwil hingegen muss versuchen, gegen schwächer eingestufte Teams möglichst den sechsten Platz zu behaupten und nicht schon in den Playoff-Viertelfinals auf die Huttwil Falcons oder Lyss zu treffen. Zuchwils Trainer Andreas Beutler sieht bei Rezek durchaus noch Steigerungspotenzial. «In Partien gegen starke Konkurrenten kann er noch mehr bewirken. Er war in dieser Saison auch schon verletzt und kann körperlich noch besser in Form kommen.» Rezek wird die Saison wohl in Zuchwil beenden. «Ich habe nicht die Absicht, einen Klubwechsel vorzunehmen», sagt der 25-Jährige. «Im Eishockey kann es allerdings manchmal schnell gehen.» Ob Rezek noch einmal in den Profibereich zurückkehren will, weiss er im Moment noch nicht. «Ich möchte ein Studium aufnehmen. In welchem Fach, ist noch nicht klar. Vollprofi werde ich wohl nicht mehr sein.»Reto Pfister>

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