Vorfreude auf neue Eggli-Bahn

Saanen

An der GV der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) herrschte Optimismus.

Bis zur Inbetriebnahme der Eggli-Bahn am 21. Dezember bleibt noch einiges zu tun.

Bis zur Inbetriebnahme der Eggli-Bahn am 21. Dezember bleibt noch einiges zu tun.

(Bild: Stefan Kocherhans)

VR-Präsident Heinz Brand brachte es vor 129 Aktionären bei der Generalversammlung gleich auf den Punkt: «Wir sind gut unterwegs, aber es warten grosse Aufgaben auf uns in den nächsten zehn Jahren.» Allerdings brauchte es in den vergangenen Jahren einiges, damit Gstaads Bergbahnen die Kurve kriegten. Nach Sanierungs- und Restrukturierungsmassnahmen ist das Unternehmen jetzt gut unterwegs. Der Verkehrsumsatz konnte um 9 Prozent gesteigert werden. Nach Netto-Abschreibungen von 6,68 Millionen Franken wurde ein Reingewinn von 313'000 Franken realisiert.

Zur positiven Entwicklung trugen die neue Saanersloch-Bahn sowie das Berner Oberländer Saisonabonnement TOP 4 bei. Mit neuem Fahrkomfort bringt die Saanersloch-Bahn die Gäste seit Dezember 2018 noch schneller ins Skigebiet. Drei neue Schlittelwege lockten ebenfalls mehr Wintersportler ins Saanenland. Der Sommerbetrieb 2019 verläuft zur vollsten Zufriedenheit. Dazu beigetragen haben die zwei neuen Spielplätze bei den Berghäusern Rinderberg-Spitz und Wispile sowie die Vermarktung des Wanderwegs Wispile-Lauenensee.

Dynamische Preisgestaltung

Die BDG führt zum kommenden Winter ein dynamisches Preissystem ein. «Wir setzen auf ein moderates Preismodell, dessen Preise sich zwischen 49 und 74 Franken bewegen. Das sind bis zu 25 Prozent weniger und maximal 14 Prozent mehr als der frühere Fixpreis», erklärt Geschäftsführer Matthias In-Albon. Damit setze man auf preissensible Tagesgäste sowie auf Familien, die ihre Ferien bereits lang im Voraus planten. «Zwischen Zweisimmen - Saanenmöser - Schönried steht der Tagesgast aus dem Einzugsgebiet des Kantons Bern im Zentrum. Im Teilgebiet Gstaad - Eggli - Rougemont soll das Thema Genuss noch prominenter in den Fokus gerückt werden», so VR-Präsident Heinz Brand.

Am 21. Dezember soll die neue Eggli-Bahn (Kostenpunkt 12 Millionen Franken) in Betrieb gehen. Die Vorfreude an der GV war gross, auch wenn noch viele Arbeiten anstehen, damit der Zeitplan aufgeht. Das Berghaus, das für 3 Millionen Franken erstellt wird, nimmt den Betrieb erst im übernächsten Winter auf; es wird aber für den nächsten Winter ein Provisorium erstellt.

Weitere grosse Projekte

In den nächsten Jahren (bis 2026) stehen weitere grosse Investitionen an, die nur dank der gelungenen Kapitalerhöhung von 6 Millionen Franken und guten Verkehrserträgen wie in den vergangenen zwei Jahren möglich sind: Beschneiung im Gebiet Lengenbrand-Parwengsattel-Chaltebrunne sowie Neubau der Sesselbahnen Hornberg und Horneggli. «Bis die Sesselbahnen Hornberg und Horneggli gebaut werden können, braucht es Überbauungsordnungen, und das dauert im Kanton Bern zwei bis fünf Jahre», kritisieren Geschäftsführer Matthias In-Albon und VR-Präsident Heinz Brand unisono.

Im nächsten Jahr werden Rückbauten beim Rellerli, in St. Stephan und bei der alten Mittelstation Videmanette erfolgen. Dem Verwaltungsrat mit Präsident Heinz Brand, Vizepräsident Matthias Matti, Jan Brand, Walter Lüthi, Holger Schmid, Ernest von Siebenthal, Roland Zogg und Gilles Lacour (neu) wird die Arbeit nicht ausgehen. Fürs Erste hat er beschlossen, aus Dankbarkeit allen Angestellten ab 1. November 2 bis 3 Prozent mehr Lohn auszuzahlen.

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