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Wadas Tor genügt nicht

RollhockeyUttigen gewinnt das Derby gegen Thunerstern mit 3:1. Der Sieg war nicht unverdient, musste aber hart erarbeitet werden.

Hektik, Rudelbildung, Handgemenge, ein Platzverweis und das entscheidende Tor: Die letzten 17 effektiven Spielsekunden im NLA-Derby zwischen Uttigen und Thunerstern dauerten gut drei Minuten und endeten mit dem von Patrick Saurer verwerteten direkten Freistoss und der 3:1-Siegsicherung für Uttigen. Ebendieser Saurer hatte zuvor für die hektischen Momente in einem bis dahin fairen Spiel gesorgt. Sein vom Schiedsrichterduo nicht gesehenes Foul unmittelbar vor der Bank des SC Thunerstern war Auslöser eines Handgemenges. Weil Thuns Betreuer Antonio Anvieira ohne Erlaubnis zum am Boden liegenden Thun-Akteur auf das Feld gestürmt war, wurde er mit der Roten Karte bestraft. Viele Chancen, keine Tore Die Marschroute, mit welcher Uttigens Trainer Björn Hauert sein Team auf den Platz geschickt hatte, war schnell ersichtlich geworden. Mit Tempo und aggressivem Forechecking sollte der SC Thunerstern in Schwierigkeiten gebracht werden. «Wir wollten die Thuner mit Pressing und schnellen Spielerwechseln müde machen und so unsere körperlichen und läuferischen Vorteile nützen», erklärte Hauert. Weil aber Thunerstern in der Defensive diszipliniert agierte und Torhüter Nils Hauert gegen die konsequent gesuchten Abschlüsse der Uttiger ein starkes Spiel ablieferte, blieb die Taktik der Gastgeber bis zur Pause ohne zählbaren Erfolg. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel liessen sich die Thuner von Saurer erwischen, glichen Sekunden später durch den Brasilianer Leandro Wada aus und gerieten abermals Sekunden danach erneut in Rückstand. Marzia Vanina traf zum 2:1 für Uttigen. In der Folge stellte Uttigen die cleverer agierende Mannschaft, konnte aber das kämpferische Thunerstern resultatmässig nicht distanzieren. «Wir haben lange erstaunlich gut mitgehalten und in der Defensive unsere Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt», lobte Thunersterns Coach Peter Lehmann sein Team hinterher. Allerdings musste er auch eingestehen, dass seine junge Mannschaft offensiv berechenbar ist und fast ausschliesslich von den Ideen von Leandro Wada lebt. Die Schlusssekunden sorgten zwar für viel Diskussionsstoff, am Ende aber reichten sich Spieler, Coachs und Schiedsrichter die Hände. Genau so soll es sein.Peter Gerber>

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