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Während die anderen rechnen, schätzt sie

KönizIsabelle Feller (15) hat viel Erfahrung im Schieber, aber noch wenig im

Das Fach Mathematik mag Isabelle Feller (15) gerne. Aber beim Jassen hält es die Gymnasiastin eher mit Schätzen als mit Rechnen: «Während die anderen ihre mögliche Punktezahl beim Differenzler genau ausrechnen, schätze ich, wie viel ich machen werde.» Die quirlige junge Frau aus dem Spiegel ist die Jugendvertreterin für das Team Köniz beim «Donnschtig-Jass». Isabelle jasst derzeit nicht mehr als sonst: Alle zwei Wochen eine Runde mit der Familie. «Hm, vielleicht sollte ich jetzt langsam mehr üben», überlegt sie laut. Mit ihren Mitspielern aus Köniz übt sie viermal vor dem grossen Tag. Neben dem Jass gelten Isabelles Interessen den Naturwissenschaften, aber auch fremden Kulturen. Übernächstes Jahr möchte sie als Austauschschülerin nach Indien reisen. Dass sie für Köniz im SF jassen darf, mag Isabelle nicht an die grosse Glocke hängen. Sie sei da eher reingerutscht. Ihre Mutter, die Könizer Gemeinderätin Rita Haudenschild, hat sie gefragt, ob sie nicht an den Ausscheidungen mitmachen wolle. Nur ihre engsten Freundinnen wissen davon. «Sie haben ungläubig nachgefragt und dann gelacht.» Jass ist nicht unbedingt das Spiel, das ihre Freunde spielen. «Dann eher Gemsch oder Arschlöcherlen.» Aber in der Klasse ihrer älteren Schwester wird oft gejasst. «Das ist wirklich nicht nur etwas für Alte», findet Isabelle. Ohne Quotenregelung – ein Spieler der Viererrunde muss unter 18 Jahre sein – wäre sie nicht dabei, ist Isabelle überzeugt. Denn der Differenzler verlangt viel Erfahrung. Am 7.Juli zählt sie also ganz auf ihre drei Mitspieler. «Wegen mir werden wir sicher nicht gewinnen», sagt sie und lacht. Isabelle hat das Traditionsspiel als Kind von ihren Eltern gelernt. «Zum Glück sind wir zu viert in der Familie.» Differenzler spielt sie noch nicht lange, in der Familie Feller-Haudenschild klopft man einen gewöhnlichen Schieber. Die Mutter ist es, die viel diskutiert beim Spiel und meist Tipps gibt. Tipps nimmt Isabelle im Moment aber lieber von ihren Teamkollegen an, denn sie seien «echt gut». Am 7.Juli wird sie mit der zweiten Frau ihres Teams, Evelyne Rivera, am Spieltisch sitzen. Aufgeregt ist Isabelle kaum, die Kommentare von Moderator Roman Kilchsperger fürchtet sie nicht. «Wenn er einen frechen Spruch macht, dann gebe ich halt zurück.» Annina Hasler >

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