«Steffisburg hat eine Wohlfühlmentalität entwickelt»

Wir nehmen acht Kandidierende für den Gemeinderat unter die Lupe. Diesmal Thomas Dermond (BDP).

BPD-Kandidat Thomas Dermond.

BPD-Kandidat Thomas Dermond.

(Bild: PD)

Inwiefern, denken Sie, könnten die Negativschlagzeilen der BDP Thun in diesem Jahr das Wahlergebnis der BDP Steffisburg beeinflussen?
Es wäre vermessen zu denken, die medial ausgeschlachteten Querelen in der Thuner BDP hätten keinen Einfluss auf unsere Sektion. Die BDP Steffisburg hat jedoch in den vergangenen Legislaturen bewiesen, dass wir an einer konstruktiven, lösungsorientierten Politik interessiert sind. Somit kann der Wähler die vorhandenen Probleme in Thun abgrenzen zur Situation in Steffisburg.

Was bedeutet Steffisburg für Sie?
Steffisburg ist für mich der Ort, an dem ich die meiste Zeit während des Jahres verbringe. Der Lebensmittelpunkt, dies ist auch der Grund, wieso ich der Gemeinde etwas zurückgeben möchte, hier in Form des politischen Engagements.

Wo besteht in Steffisburg der grösste Handlungsbedarf?
Steffisburg hat so eine Wohlfühlmentalität entwickelt. Projekte werden dann angepackt, wenn genügend Druck vorhanden ist. Zurzeit sehe ich einen Bedarf bei der Schule im Zusammenhang mit der Umsetzung des Lehrplanes 21, digitale Welt ist hier ein wichtiger Faktor, Infrastruktur im Zusammenhang mit den Bauprojekten, die anstehen, Visionen in der Arbeitsplatzbeschaffung fehlen oder werden nicht mit der nötigen Konsequenz verfolgt.

Wenn Sie von Steffisburg wegziehen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen – und warum?
Wenn überhaupt, müsste dies ein vollkommen anderes Leben sein. So könnte ich mir gut vorstellen, nach Bolivien, La Paz umzuziehen. In eine schwierige Lebenssituation, die dennoch ein gewaltiges Potenzial bereitstellt.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Meine grössten Leidenschaften sind Biketouren auf der ganzen Welt. Ausdauerwettbewerbe (Tortour-24-Std.-Rennen) und das Kochen für meine Freunde.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Steffisburg – und warum?
Der grosse Esstisch in unserer Wohnung, an dem schon unzählige Essen mit Freunden stattgefunden haben. Für mich sind diese Stunden mitunter die besten in meinem Leben, unbezahlbare Erinnerungen habe ich hier erleben dürfen.

Wir stellen Ihnen zwei KandidatInnen pro Liste (SVP/FDP, SP, EDU/EVP, BDP/GLP) vor, die am 25. November in den Gemeinderat gewählt werden wollen. Sie wurden von ihrer jeweiligen Partei fürs Interview ausgewählt.

jzh

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