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Wald ist für den Verband wichtig

OBERGURNIGELRund 50 Leute aus den sieben, zum

«Der Wald erfüllt in der Umwelt ganz wichtige Aufgaben. Es lohnt sich deshalb, ihn zu bewirtschaften und zu pflegen.» Mit diesen Worten begrüsste Verbandspräsident Alois Christen am Samstag die rund 50 Gäste. Zum Gemeindeverband der Holzgemeinden Obergurnigel zählen die politischen Gemeinden Forst-Längenbühl, Gurzelen, Kienersrüti, Seftigen, Thierachern, Uebeschi und Uetendorf. Der Baumbestand des im Volksmund betitelten Achtiwaldes besteht vorwiegend aus den Nadelholzarten Fichte und Weisstanne. Buchen und andere Laubholzarten stehen eher im Hintergrund. Wie der für den Gemeindeverband verantwortliche Revierförster Markus Dummermuth orientierte, werden im 250 Hektaren umfassenden Waldgebiet jährlich um die 1500 bis 2000 Kubikmeter Holz geschlagen. Dies entspricht einem Hiebsatz (jährliche, flächenbezogene Holzmenge) von 6,8 Kubikmeter je Hektare. Der Hiebsatz musste nach den grossen Schäden durch den Orkan Lothar im Jahre 1999 stark herabgesetzt werden. Unterschiedliche Funktionen Markus Dummermuth informierte die Besucherinnen und Besucher auch über die verschiedenen Waldfunktionen. «Wir streben eine bestmögliche Mischungsregulierung an. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der optimalen Nutzung und Pflege», begründete Dummermuth den eingeschlagenen Weg. Der wirtschaftliche Nutzen stehe dabei nicht immer an erster Stelle. «Ebenso wichtig sind der Erhalt und die Pflege des Schutzwaldes.» Denn: «Nur ein gepflegter Schutzwald vermag seiner Aufgabe gerecht zu werden», versicherte der Revierförster. Er verwies zudem auf die bedrohlichen Rutsche im obersten Teil des Waldes. In Zusammenarbeit mit der Waldabteilung 5, Bern-Gantrisch, gehe es darum, die Seitenhänge des Gürbegrabens, die stetig rutschen würden, mit forstlichen Massnahmen zu stabilisieren. Präsident Christen erklärte auch, dass der Verband den Wald in den letzten Jahren nicht mehr selbsttragend hätte bewirtschaften können. Und auch, dass sich die betreffenden Gemeinden am jährlichen Defizit von rund 100000 Franken zu beteiligen hätten. Deshalb arbeite die Waldkommission nun an einer neuen Zukunftsstrategie. Zum Höhepunkt der Tagung zählte der Halt bei einer jahrhundertealten Weisstanne. Der über 40 Meter hohe Baumriese hat schätzungsweise ein Volumen von 17 Kubikmetern. Der Stamm weist bei 1,3 Metern über dem Boden gemessen einen Umfang von mehr als vier Metern auf. «Wir hoffen, dass uns das Prachtexemplar noch lange erhalten bleibt. Solange der Baum kerngesund bleibt, sehen wir keinen Grund, diesen zu fällen», garantierte der Revierförster. Aus alten Zeiten Präsident Christen erinnerte an frühe Zeiten. Abhängig vom Wald waren nicht vorab das Baugewerbe, sondern die vielen armen Leute. Authentische Ausdrücke wie Bettelegg, Schelmenloch oder Teufelsküche erinnern an die damaligen Zustände. Erwin Munter>

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