Was zählt, ist das Resultat – nicht der Weg dorthin

Gemäss Redaktor Michael Gurtner haben Stadt und Kanton die Ängste des Gewerbes in der Innenstadt ernst genommen.

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Die erste Reaktion ist: Stirnrunzeln. Im laufenden Jahr wird es auf den beiden Grossbaustellen am Berntor und am Lauitor weder längere Arbeitszeiten noch eine Ausdehnung der Arbeiten auf die Zeit nach dem Ausschiesset geben. Das verkündeten Stadt und Kanton gestern vor den Medien. Damit übernehmen sie zwei wesentliche Forderungen eines Postulats und einer von über fünftausend Personen unterschriebenen Petition nicht.

Ein Affront? Mitnichten – das zeigt sich, wenn man sich ge­nauer mit den Argumenten der Stadt- und Kantonsverantwort­lichen befasst. Die Risiken wären bei hohen Mehrkosten von insgesamt rund 1,2 Millionen Franken schlicht zu gross gewesen. Das Killerargument war wohl die Beeinträchtigung des Weihnachtsgeschäfts in der Innenstadt. Damit hätten Stadt und Kanton den Gewerblern tatsächlich einen Bärendienst erwiesen.

Stadt und Kanton haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie haben die Ängste und Sorgen des Gewerbes in der Innenstadt ernst genommen und sich in­tensiv mit möglichen Ent­lastungsmassnahmen ausein­andergesetzt. Und sie haben Möglichkeiten gefunden, indem die Bauzeit der zweiten Etappe im nächsten Jahr verkürzt wird. Dort sind die Risiken geringer.

Das leuchtet ein. Was letztlich zählt, ist das Resultat – nicht, auf welchem Weg es erreicht wird. Der Weg, den Stadt und Kanton nun gehen, entspricht nicht dem von Gewerbe und Politik geforderten. Aber er macht Sinn.

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