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Weg zur Zusammenarbeit ist beschwerlich

Kernenried/ZauggenriedZwei Arbeitsgruppen haben die Möglichkeit einer Fusion geprüft – und kommen zu verschiedenen Schlüssen.

Fusion oder keine Fusion: Dieses Thema interessierte hundert Leute am Informationsabend in Kernenried. Sie wollten wissen, ob Kernenried mit Zauggenried gemeinsame Sache machen soll. Seit zwei Jahren prüft eine Arbeitsgruppe mögliche Zusammenarbeitsformen. Von Fusion wollte anfänglich niemand sprechen. Jetzt ist es ein Thema. Zauggenried hatte sich in zwei Richtungen zur Zusammenarbeit angeboten. Einerseits machten Vertreter der Gemeinde bei der Arbeitsgruppe von acht Gemeinden rund um Fraubrunnen (G-8) mit, andererseits bildeten sie mit Gemeinderäten aus Kernenried eine zweite Arbeitsgruppe. Die G-8-Gruppe ist zum Schluss gekommen, dass eine Fusion der acht Gemeinden Sinn macht. Am Informationsabend in Kernenried beschäftigte diese Empfehlung der Zauggenrieder Gemeinderäte. «Wir bilden optisch eine Ortschaft und gehören auch zusammen», fand ein Votant. Es wäre nicht richtig, wenn Zauggenried mit einer anderen Gemeinde fusionieren würde, meinten weitere Personen. Dagegen zweifelte ein Mann daran, dass Kernenried und Zauggenried wirklich eins werden könnten: «Wir zogen nie in die gleiche Richtung, und ich befürchte, dass das so bleiben wird», sagte er. Heinz Berger, der externe Berater der Arbeitsgruppe, bestätigte dies. Nicht nur die Verwaltungskreise würden die Gemeinden trennen, sondern auch Wirtschafts- und Bildungsinteressen. Es herrscht UneinigkeitDie beiden Orte tun sich schwer, eine gemeinsame Lösung zu finden. So erachtet die Arbeitsgruppe mit den Kernenrieder Gemeinderäten eine Fusion als nicht sinnvoll. Sie empfiehlt einzig, die Zusammenarbeit im Bereich der Schulen voranzutreiben. Kernenried soll Schulstandort für die 1. bis 6.Klasse sein. Das braucht einen Vertrag, und über dessen Dauer herrscht Uneinigkeit. Zauggenried möchte sich für sechs Jahre verpflichten, Kernenried will die Zusammenarbeit auf zwanzig Jahre hinaus regeln. Dies mag mit ein Grund sein, warum die Arbeitsgruppe einen Kredit von 80000 Franken für ein Vorprojekt beantragen möchte. Am 21.November wird in den acht Gemeinden um Fraubrunnen die Frage zur Bereitschaft für eine Fusion gestellt. Kernenried könnte erst später der neuen Gemeinde beitreten. Noch läuft die Vernehmlassung zu einer Form der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden. Voraussichtlich wird es bei der Empfehlung der Arbeitsgruppe bleiben, bei den Schulen enger zusammenzuarbeiten. Ursula Grütter >

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