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Widerstand gegen siebenstöckige Häuser

LangnauOb im Dorf dereinst 21 Meter hohe Häuser gebaut werden dürfen, ist

Bereits die Denkmalpflege war wenig begeistert vom Vorschlag der Langnauer Gemeindebehörden, im Dorf höhere Häuser zu erlauben. Zwischen Ilfiskreisel und Ilfisgärtnerei sowie beim Gerbekreisel in Richtung Verladeplatz soll die maximale Gebäudehöhe auf 21 Meter angehoben werden. So würden bis zu siebenstöckige Gebäude möglich. Beim Mühlegässli wollten die Behörden ebenfalls grünes Licht für ein höheres Haus geben. Das konnte die Denkmalpflege verhindern, am Ilfis- und am Gerbekreisel gab sie schliesslich nach. Angst um Ortsbild Doch nun regt sich auch im Volk Widerstand. Einen Monat lang lagen die Unterlagen zur Langnauer Ortsplanungsrevision öffentlich auf – in dieser Zeit sind mehr als 20 Einsprachen eingegangen. Der Grossteil von ihnen betreffe die höheren Häuser, bestätigt Bauverwalter Oliver Mischler. Das Hauptargument der Einsprecher sei das Ortsbild, das ihrer Meinung nach aus dem Gleichgewicht geraten würde. Heute sind die höchsten Häuser in Langnau lediglich fünf Stockwerke hoch. Die Langnauer Planungskommission und später auch der Gemeinderat werden die Einsprachen nun studieren. Angesichts des Widerstandes können sie die höheren Häuser wieder streichen – oder aber daran festhalten und die Ortsplanungsrevision unverändert dem Grossen Gemeinderat (GGR) zur Genehmigung unterbreiten. Wie sinnvoll es wäre, die Neuerung gegen die Widerstände durchzudrücken, will Bauverwalter Mischler nicht beurteilen. Das Ziel sei, sagt er, «den Boden so gut wie möglich zu nutzen und deshalb verdichtet zu bauen. Das kann, muss aber nicht in die Höhe gehen.» Die Planungskommission habe mit den höheren Häusern bewusst «ein Zeichen setzen wollen». Ein Zeichen, das zeigen soll: Langnau ist ein regionales Zentrum, ein Ort, in dem schon bald 10000 Leute wohnen. 6 Hektaren neues Bauland Die höheren Häuser sind wohl die spektakulärsten, aber nicht die einzigen Neuerungen in der Langnauer Ortsplanungsrevision. Unter anderem soll der Bau von Mobilfunkantennen künftig grundsätzlich nur noch in Arbeitszonen erlaubt sein. Zudem werden rund 6 Hektaren neues Bauland eingezont, davon 1,7 Hektaren im Moserli. Dass dort in der Nähe ein grosser Schweinestall steht, stört niemanden. Jedenfalls seien gegen dieses Baugebiet keine Einsprachen eingegangen, sagt Oliver Mischler. Und betont: Laut Gesetz dürfte man sogar noch wesentlich näher an einen Schweinestall bauen, als dies im Moserli vorgesehen sei. Markus Zahno>

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