Zum Hauptinhalt springen

Widmer, die BDP und der Plan B

RegionWeil Grossrat Dieter Widmer seine Kandidatur für die Nationalratswahlen zurückzieht, sucht die BDP jetzt einen Ersatz aus der Region: Kein leichtes Unterfangen.

Dieter Widmer (58) bringt seine Partei in die Bredouille: Weil der BDP-Grossrat (Wanzwil) ab September neuer Vizedirektor der Spital Region Oberaargau (SRO) AG in Langenthal wird, zieht er seine Kandidatur für die kommenden Nationalratswahlen zurück (vgl. Ausgabe von gestern). Dabei wäre er das ideale Zugpferd mit Chancen auf einen Sitz im Bundeshaus. Bei den Grossratswahlen im März 2010 hatte Widmer das sechstbeste Resultat im Kreis Oberaargau erzielt – nach fünf SVP-Kandidaten. Nun hält BDP-Grossrätin Monika Gygax-Böninger (Obersteckholz) als einzige Kandidatin ihrer Partei das Fähnchen aufrecht. Doch sie dürfte bald wieder Gesellschaft aus der Region bekommen. Wie Gerhard Affolter, Wahlleiter der BDP Oberaargau, sagt, soll der leere Listenplatz wieder mit einem Kandidaten aus der Region besetzt werden. Namen will Affolter keine nennen, aber: Man portiere nur jemanden «mit Wahlchancen». Das könnte schwierig werden, denn bei den Grossratswahlen hatte Thörigens Gemeindepräsident Rolf Schneeberger nach Widmer und Gygax als Drittplatzierter auf der BDP-Oberaargau-Liste nur gerade rund die Hälfte von Widmers Stimmen geholt. Ähnlich schnitten als Nächstbeste zwei Seeberger ab: Vizegemeindepräsident Andreas Mühlemann und Ex-Gemeinderätin Barbara Grütter. Fakt ist: BDP will volle Liste Affolter verhehlt nicht: Für die eidgenössischen Wahlen sei der Rückzug von Widmer «natürlich nicht das Beste». Es sei nicht einfach, ihn zu ersetzen. Vielleicht sucht die BDP auch deswegen ausserhalb des Oberaargaus nach Kandidaten. Denn falls bis in einer Woche kein Nachfolger für Widmer aus der Region bereitsteht, kommt ein BDP-Kandidat aus einem anderen Kantonsteil zum Zug. Auch dazu hat die Partei bereits Sondierungen vorgenommen, der Plan B läuft parallel. Fakt ist vorerst: Die BDP tritt so oder so mit einer vollen Liste zu den Nationalratswahlen an. Eichenberger sucht Stelle Widmers Wechsel vom Verwaltungsratspräsidenten der SRO zum Vizedirektor betrifft indes nicht nur die BDP, sondern auch die BKW. Der Stromkonzern muss einen neuen Leiter der Öffentlichkeitsarbeit suchen. Die unmittelbarsten Folgen spürt indes mit Kurt Eichenberger der bisherige SRO-Vizedirektor: Er hat seine Stelle verloren. Laut Widmer hatte die Chemie zwischen Eichenberger und SRO-Direktor Andreas Kohli nicht gestimmt. Eichenberger schweigt dazu und sagt nur: Er suche jetzt eine neue Stelle im Gesundheitswesen. Dominik Balmer>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch