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Wimmiser Captain fällt für den Rest der Saison aus

RollhockeySteve Wenger muss operiert werden und dürfte frühestens im Sommer zurückkehren. Der Ausfall

Er ahnte es. «Irgendetwas ist nicht in Ordnung», sagte der 30-Jährige zuletzt oft. Worunter er leidet, wusste er nicht exakt – Diagnosen der Ärzte erwiesen sich wiederholt als falsch. Steve Wenger verspürt jedenfalls grosse Schmerzen, und zwar seit einem Zusammenstoss Anfang Juni im Spiel in Weil. An der WM in Argentinien hatte er teilgenommen; seither hat er kaum Trainings und nur wenige Partien bestritten. Am Mittwoch liess er sich erstmals durch Einsatz eines MRI untersuchen. Der Befund hat für ihn wie seinen Verein, den RHC Wimmis, einschneidende Folgen: Der Captain der Oberländer muss an der Hüfte operiert werden und verpasst den Rest der Saison. Mindestens. Der Wiederaufbau ist mühsam, Wenger nicht mehr jung – da drängt sich die Überlegung auf, gleich zurückzutreten. Einen Entscheid hat Steve Wenger noch nicht gefällt. Der Eingriff soll so schnell wie möglich erfolgen, damit der in Uttigen Ausgebildete Gelegenheit erhält, an der allfälligen Rückkehr zu arbeiten. Beim RHC Wimmis hat er erst mal die Funktion des Trainers inne: Andreas Brand ist krank, und solange er nicht coachen kann, wird das Wenger tun. «Situation beängstigend» Der Ausfall eines Schlüsselspielers schmerzt per se; für die Oberländer indes erschwert er eine ohnehin schlechte Lage. Der Schweizer Meister von 2007 ist schlecht in die Saison gestartet und hat in sechs Begegnungen bloss einen Punkt geholt. Die Aufholjagd muss ohne Wenger und teils auch ohne dessen Nationalauswahlkollegen Dominic Wirth realisiert werden. Zudem wird Tobias Cebulla eine Weile nicht einsetzbar sein, und der kam in der Hierarchie gleich hinter den Routiniers. «Die Situation ist beängstigend», sagt Wenger. «Wir haben am Sonntag diskutiert, wie es weitergehen soll.» Da befanden sich die Wimmiser auf der Rückreise aus Deutschland. Sie hatten erneut verloren. Offenbar sind Gespräche mit einem externen Spieler fortgeschritten. Wimmis’ Schwierigkeiten dürften aber selbst im Falle einer Verpflichtung nicht eliminiert sein. Zurzeit nehmen an den Übungseinheiten bloss vier Spieler teil – der Rest ist verletzt, angeschlagen oder im Militär. Wenger ist froh, endlich Gewissheit zu haben. Respektive: Wie seine Verletzung genannt wird, weiss er nicht. «Der Arzt hats mir gesagt. Aber da hatte ich schon abgeschaltet.» Womöglich war die Karriere eines der besten hiesigen Rollhockeyspielers gerade zu Ende gegangen.Adrian HornTelegramme Seite 20>

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