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«Wir bleiben in jedem Fall hier»

Höhenflüge zum Jubiläum: Morgen feiert die Berner Oberländer Helikopter AG in Zweisimmen ihr 25-Jahr-Jubiläum – dies, obwohl die Basis bereits 26-jährig ist. Geschäftsführer Daniel Sulzer über Vergangenes und Zukunftspläne.

Das Wichtigste sagt Daniel Sulzer (Bild), seit 2000 Geschäftsführer der Berner Oberländer Helikopter AG (Bohag), gleich vorneweg: «Zweisimmen ist ein wichtiger Standort für die Bohag und wird es auch künftig bleiben.» Die Gemeinde beherbergt die Oberländer Helikopter AG seit 1984. Die Firma wird heuer darum bereits 26-jährig. «Letzen Sommer feierten diverse Heli-Unternehmen Feste und Jubiläen. Wir haben uns darum entschieden, das unsere ein Jahr später zu feiern», erklärt Sulzer die einjährige «Verspätung» (Festprogramm siehe Kasten). Der Vorteil Zweisimmen Das Unternehmen führt in Zweisimmen bekanntlich sowohl Rettungs- wie auch kommerzielle Flüge durch. Gegründet wurde sie von Bohag-Mitarbeitenden, jedoch bestand von Anfang an eine starke Zusammenarbeit der Oberländer Firma mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). So stammte der erste Helikopter von der Rega und auch der erste Rettungsarzt kam von der Schweizerischen Rettungsflugwacht. 1998 wurde der Hangar mit neuem Bürotrakt und Tankanlage ausgebaut – ein Höhepunkt der letzten 25 Jahre, wie Sulzer sagt. Auch die medizinische Versorgung ist auf der Basis in Zweisimmen möglich. Erst im Jahr 2003 kam die AG dann zu ihrem ersten «echten» Bohag-Helikopter Ecureu B3. Was macht Zweisimmen zu einem guten Standort für eine Helibasis? «Der Flugplatz ist sehr gut anfliegbar, logistisch gut zugänglich und liegt geografisch in einem grossen und für uns wichtigen Einzugsgebiet», sagt Geschäftsführer Daniel Sulzer. Bleibt Rega in Zweisimmen? Vor rund zwei Jahren wurde bekannt, dass die Rega an einer Basis in Saanen interessiert wäre, wo die Air Glacier beheimatet ist. «Die Verhandlungen zwischen der Rega und der Air Glacier sind zumindest zwischenzeitlich gescheitert», weiss Daniel Sulzer. Die Flugplatzgenossenschaft Saanen habe sich gegen eine sofortige Ansiedlung der Rega in Saanen entschieden. Sulzer fügt an: «Dagegen hat die Rega für 25000 Franken Anteilscheine der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen gekauft.» Er bestätigt auch, dass es bereits Vertragsentwürfe gibt für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Bohag und der Rega. Bleibt die Rega also in Zweisimmen? «Der Standortentscheid steht noch aus. Saanen und Zweisimmen sind Optionen für die Rega», sagt Ariane Gü Güngerich, Mediensprecherin der Rega. Man sei mit beiden Basen in Kontakt: «Bis Ende Jahr sollte der Entscheid fallen», sagt die Mediensprecherin. Auf jeden Fall werde die Rega auch künftig mit der Bohag zusammenarbeiten. So werde den Bohag-Piloten bereits seit letztem Winter ein Rega-Helikopter zur Verfügung gestellt. Ab kommendem Winter fliegt der neue Gebirgshelikopter AW Da Vinci. Dieser kommt indes nur im Winter in Zweisimmen zum Einsatz. Im Sommer ist er auf der Regabasis in Wilderswil stationiert. Grosser Ausbau ist geplant Bohag-Geschäftsführer Daniel Sulzer bekräftigt abermals: «Wir bleiben mit oder ohne Rega in Zweisimmen.» So wurde bekanntlich letzten Sommer der Flugplatzperimeter erweitert, damit ein Hangarprojekt in der Grössenordnung von fünf Millionen Franken realisiert werden könnte. Wann der Ausbau der Basis in Angriff genommen wird, hängt gemäss Angaben von Daniel Sulzer einerseits vom Entscheid der Rega ab, andererseits aber auch vom aktuellen Umnutzungsverfahren des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl): «Das Verfahren befindet sich in den letzten Zügen. Jetzt geht es nur noch um Detailfragen», so Sulzer. Beim genannten Verfahren, welches verschiedene Flugplätze im Oberland betrifft, geht es um eine Umnutzung des Flugplatzes Zweisimmen vom militärischen zum zivilen Gebrauch. Sarah McGrath-Fogal >

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