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«Wir haben ein Dreamteam»

Seit 50 Jahren ist das Schweizer Fernsehen live am Lauberhornrennen dabei. Grund genug, Gäste zum Apéro zu laden. Regisseur Beni Gyger verspricht auch dieses Jahr packende Bilder. «Wir haben ein Dreamteam im Einsatz.»

Am 9.Januar 1960 übertrug das Schweizer Fernsehen die Lauberhornabfahrt erstmals live. Bild und Ton den Weg ins Fernsehstudio Zürich geebnet hatte der heute 87-jährige Theo Schneiter von der Kreistelefondirektion Thun/Berner Oberland (wir haben berichtet). Am Donnerstag feierte das Fernsehen das 50-Jahr-Jubiläum zusammen mit seinen Gästen anlässlich eines (ausgedehnten) Apéros in der Sky Lounge auf dem Dach des Zielgebäudes in Innerwengen. Sport und Emotionen «Viele Leute stehen hinter dem Mythos Lauberhorn», stellte Urs Leutert, Leiter SF Sport, bei der Begrüssung der Gäste fest. Einige dieser Leute erzählten anschliessend im Gespräch mit Jann Billeter von ihren Erlebnissen am Lauberhorn, von Marksteinen in der TV-Übertragung und von Schwierigkeiten, die es in den vergangenen fünf Jahrzehnten zu meistern gab. «Wir erzählen eine Bildergeschichte», stellte Regisseur Beni Gyger fest, «wollen Bilder von spannenden Rennen zeigen, aber auch Emotionen übermitteln und die fantastische Bergwelt ins Bild rücken.» Die technischen Voraussetzungen dazu seien vorhanden, 144 Glasfaserkabel sind in den Boden verlegt, in Lauterbrunnen kann direkt an den Übertragungswagen angedockt werden. Nur die besten Leute seien für die Übertragung des Lauberhornrennens gut genug, machte Gyger klar. Einen Bubentraum erfüllt «Es war mein Bubentraum, einmal in Wengen dabei sein zu können», verriet Matthias Hüppi. «Als es dann 1985 so weit war, war das für mich ein gewaltiges Erlebnis.» Die Pisten am Lauberhorn seien immer perfekt, lobte er, «aber von zu Jahr gelingt es den Organisatoren immer wieder, es noch ein bisschen besser zu machen». «Die heutige Technik erleichtert uns das Kommentieren», berichtete Bernhard Russi, der 1989 erstmals als Kamerafahrer im Einsatz stand. 1997 fuhren dann auch Franz Heinzer, Urs Räber und Daniel Mahrer mit, und es kam zu (einstudierten) Überholmanövern. «Wir hatten daran wohl den grösseren Plausch als das Fernsehpublikum», gab Russi zu. Von den Fortschritten der Technik profitierten auch die Fahrer. «Wir benutzten die Bilder zur Analyse unserer Fahrten», schilderte Dani Mahrer. Und Walter Tresch erzählte, wie sie nach den Fahrten die Reporterkabinen aufsuchen mussten, damit sie interviewt werden konnten. «Als dann Zielrauminterviews möglich wurden, gings gäbiger.» Gute Ideen im Sommer Produzent Peter Minder erzählte von den alljährlichen Teambegehungen mit dem OK im Sommer: die Lauberhorn-Strecke von oben nach unten. «Kreative Ideen, die dann im Winter umgesetzt werden, entstehen oft im Sommer.» Urs Leutert rühmte das OK: «Die Zusammenarbeit ist exemplarisch gut.» Und er verriet: «Wenn bei uns über Sparen diskutiert wird, ist das Lauberhornrennen ausgeschlossen.» Als einmalig bezeichnete er, dass die Organisationen und die SRG SSR idée suisse 2008 das Zielgebäude in Innerwengen gemeinsam realisierten. «Das gibt es sonst nirgends.» Pionierleistungen Der in Därligen aufgewachsene Otto Dietrich, lange Jahre als technischer Leiter des SF am Lauberhorn im Einsatz, berichtete von Pioniertaten. Von der Einspielung aufgezeichneter Frequenzen zum Beispiel oder von der Konstruktion eines Farbreportagewagens. Und dann dessen Transport auf die Wengernalp. Dazu musste die WAB extra einen Rollschemel bauen. Konstruiert hat ihn Fredy Fuchs, damals Konstrukteur bei den Bahnen. Lebkuchen als Dank Aus all den Voten war eines klar herauszuhören: Das Lauberhornrennen bringt den Fernsehleuten zwar viel Arbeit, aber auch jede Menge gute Laune. OK-Präsident Viktor Gertsch dankte im Namen des OK mit einem grossen Lebkuchen. Mit einer zuckrigen Jungfrau drauf. Ueli Flück >

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