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«Wir müssen das Gewerbe mehr in die Politik einbringen»

seftigenAn der Delegiertenversammlung des Landesteilverbands Region Thun der Berner KMU wurden die politischen Anliegen der Gewerbler bekräftigt. Als neue Kassierin wurde Nataly Jungclaus gewählt.

Die Krisen des vergangenen Jahres hätten es eindeutig gezeigt, sagte Alain Kleiner, Präsident des Landesteilverbands Thun der Berner KMU: «Die Verlagerung der Produktion nach Osteuropa und China ist zwar aus Sicht der günstigeren Produktion interessant, bringt jedoch erhebliche Probleme mit sich.» Darum, so der Thuner SVP-Stadtrat, gelte es, die Anliegen des hiesigen Gewerbes in den politischen Diskurs einzubringen. Dies auf kantonaler und nationaler Ebene zu ermöglichen, sei denn auch eines der Hauptanliegen des kantonalen Dachverbandes der kleinen und mittleren Unternehmen. Politische Bilanz Mit den Wahlergebnissen des Jahres 2010 zeigte sich Kleiner aus Sicht der KMU mehrheitlich zufrieden. Die rot-grüne Oberhand im Regierungsrat sei zwar geblieben, «jedoch konnte die bürgerliche Mehrheit im Grossen Rat gestärkt werden». Als erfreuliches Ereignis wurden ebenfalls die Machtverschiebungen in Thun erwähnt. «Nach 40 Jahren haben wir mit Raphael Lanz wieder einen bürgerlichen Stadtpräsidenten.» Weiter gratulierte Hans Oppliger, der als Vertreter des leitenden Ausschusses des Verbandes anwesend war, Adrian Amstutz, den man für die Ständeratsersatzwahlen unterstützt hatte. «Wir hatten hier die Wahl zwischen einer Kandidatin, die neun- von zehnmal gegen unsere Anliegen stimmt, und einem bürgerlichen Vertreter, der grösstenteils auf unserer Linie fährt.» Oppliger erklärte weiter, wie die politische Strategie des Dachverbandes zustande komme: Der leitende Ausschuss besteht aus 20 Mitgliedern, welche dann die Strategie für den ganzen Kanton festlegten. Dabei wolle man auch in Zukunft versuchen, die Weichen so zu stellen, dass in der Steuer-, Energie- und Verkehrspolitik bessere Bedingungen für das Gewerbe erreicht werden. Auch wenn dies im Moment unbeliebt sei, stehe man trotzdem dafür ein, dass die Schweiz auf Atomstrom angewiesen sei, sagte Oppliger. Als weiteres Anliegen nannte er die Förderung der Betriebslehre gegenüber anderen Ausbildungsformen. 5000 Franken für Wahlkampf Die ordentlichen Traktanden der Delegiertenversammlung gaben wenig zu reden. Alle Geschäfte wurden jeweils einstimmig gutgeheissen. Die Jahresrechnung des vergangenen Jahres weist einen Gewinn von 8975 Franken aus. Das Budget für das Jahr 2011 sieht hingegen einen Verlust von 2758 Franken vor. 5000 Franken sind für die Unterstützung des Wahlkampfs von Gewerbevertretern im kommenden Herbst vorgesehen. Neue Kassierin gewählt Personell ändert sich die Position der Kassierin: Bettina Roth-Amstutz wollte sich nicht mehr für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellen. Als ihre Nachfolge tritt Nataly Jungclaus vom Gewerbeverein Steffisburg an. Alain Kleiner bleibt dem Landesteilverband für weitere vier Jahre als Präsident erhalten. Er wurde von den Delegierten einstimmig im Amt bestätigt. Lukas Wittwer>

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