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«Wir setzen das Geld dort ein, wo die Not am grössten ist»

thunAn der Jubiläumsfeier des Vereins für Familienschutz Amt Thun blickten die Mitglieder auf ihre 100-jährige Geschichte zurück. Aus dem Rückblick war zu erfahren, wie wichtig die Aufgaben des Vereins sind.

Am 16.November 1910 wurde der Verein Kinder- und Frauenschutz in Thun von Pfarrern, Lehrern und verantwortungsbewussten Männern der Stadt Thun und den umliegenden Dörfern gegründet. Mit bescheidenen Mitteln gelang es den 21 Mitgliedern, ihre Aufgaben wahrzunehmen: Zur Fürsorgetätigkeit zählte Eingreifen und Hilfe bei Alkoholmissbrauch, Misshandlungen von Frauen und Kindern, Vernachlässigung und Verwahrlosung von Kindern. Die Haupttätigkeit von Pflegekinderbetreuung und Vermittlung von Pflegeplätzen wurde später weitgehend von Pro Juventute und der Gotthelfstiftung übernommen. Weiter wurde die Säuglingsfürsorge durch den Verein für Familienschutz ins Leben gerufen. Eine Erziehungsberatungsstelle wurde eingerichtet. Mit grösseren Beiträgen gelang es, das Säuglings- und Mütterheim Hohmad zu unterstützen und das Weiterbestehen zu sichern. Wie Balsam wirkte für Frauen, Mütter und Kinder das Kleiderdepot und das Depot für verbilligte Ovomaltine. Für viele eine Wohltat Im Vorstand gab es im Laufe der Zeit Veränderungen. Waren vor 25 Jahren noch 47 Frauen und 4 Männer ehrenamtlich tätig, arbeiten heute noch 24 Frauen und 3 Männer für den Verein mit 750 Mitgliedern. «Es wird sichtlich spürbar, dass Helfen eine Frauensache ist», informierte die Präsidentin Pia Liniger an der Hauptversammlung, welche gleichzeitig die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins war (siehe Kasten). Dem gesamten Vorstand wurde für die wertvolle ehrenamtliche Mitarbeit im Familienschutz gedankt. Kritische Beurteilung Obwohl die Sozialleistungen wie AHV, IV, Arbeitslosenunterstützung, Sozialhilfe sowie Kranken- Unfallversicherung in der Schweiz mit anderen Industrienationen überdurchschnittlich gut sind, gibt es Menschen, die auf Hilfe anderer, insbesondere privater Sozialwerke, angewiesen sind. «Da kommt die Hilfe und Unterstützung unseres Vereins zum Tragen», verrät Pia Liniger. «Das Geld wird dort eingesetzt, wo die Not gross ist.» Jährlich würden rund 20 Gesuche mittels eines Formulars eingereicht. «Wir behandeln diese ausführlich.» Die finanziellen Verhältnisse müssten offengelegt werden. Bei Bewilligung werde auf die finanzielle Situation des Gesuchstellers geachtet. «Weiter können wir mit den Weihnachtswünschen jedes Jahr in verschiedenen Familien zum Fest beitragen.» Der Verein möchte mit seiner Arbeit die Bevölkerung sensibilisieren und die Mitglieder ermuntern, Menschen zu melden, welche Unterstützung nötig haben.Heidy Mumenthaler >

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