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Wird aus dem Schloss ein Hotel?

Keiner wusste davon: Am Schloss Blankenburg, das verkauft werden soll, ist nicht nur die IG Schloss Blankenburg interessiert. Daniel Köppel aus Cham (Zug), mit Wurzeln in Zweisimmen, will aus dem Schloss ein Hotel machen.

Weil niemand von seinem Projekt wusste, ging der Chamer Daniel Köppel mit seinem Projekt an die Öffentlichkeit. Wie die «SimmentalZeitung» gestern berichtete, will der Financier mit Wurzeln in Zweisimmen das Schloss Blankenburg kaufen. Dies will auch die IG Schloss Blankenburg, die für das Schloss beim Kanton ein Angebot von 1,25 Millionen Franken eingereicht hat. Nicht nur ein Hotel Daniel Köppel will das Schloss umbauen und ein sogenanntes Boutique-Hotel daraus machen. Der Begriff Boutique-Hotel kommt aus den USA und beschreibt kleine und luxuriöse Hotels, wie sie auch in Europa immer häufiger anzutreffen sind. Köppel will das Schloss Blankenburg aber keineswegs der Simmentaler Bevölkerung vorenthalten, wie er gestern am Telefon sagte: «Alle Anliegen der IG Schloss Blankenburg sind in unserem Konzept erfüllt.» Das Anwesen soll weiterhin öffentlich zugänglich sein. Geplant sind wie auch im Projekt der IG Räume, in denen Trauungen abgehalten werden. Nebst acht bis zehn Hotelzimmern ist ein Restaurant vorgesehen. «Schlosshotels sind rar» Daniel Köppel ist überzeugt, dass ein Schlosshotel für die Gemeinde zu einem Tourismusmagnet werden würde. Schlosshotels seien in der Schweiz rar. Er sei sich bewusst, dass das Hotel, sofern das Projekt zustande komme, nicht viel Geld abwerfen werde. «Es wird mehr eine Liebhaberei sein.» Financier Köppel hat ein «deutlich höheres Kaufangebot» gemacht als die IG. Den genauen Preis will er nicht nennen. «Wir sind überzeugt, dass private Eigentümer dem Schloss besser zu neuem Glanz verhelfen können als eine IG, die auf öffentliche Gelder angewiesen ist.». Das Angebot der IG von 1,25 Millionen Franken nennt er einen «Freundschaftspreis». Bekommt er den Zuschlag für das Schloss, will er zuerst den Umbau finanzieren und dann geeignete Pächter für das Hotel finden. Gemeinderatspräsidentin Anne Speiser möchte sich mit dem Zuger an einen Tisch setzen, denn dessen Interesse am Schloss Blankenburg war der Gemeinde bisher nicht bekannt. Sie will sich zum Angebot aus Zug derzeit nicht äussern. Wichtig ist Anne Speiser, dass das Projekt Schloss Blankenburg «zu einer Simmentaler Erfolgsgeschichte wird». Hans-Jörg Pfister, Präsident IG Schloss Blankenburg, äussert sich pragmatisch: «Wer den Zuschlag erhält, entscheidet der Kanton.» Die Chancen der IG, das Schloss kaufen zu können, seien aber intakt, das Interesse der Politik nach wie vor vorhanden.Sarah McGrath-Fogal>

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