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Wird OSZ auf Sommer 2012 realisiert?

ZulgtalPlötzlich geht es fix: Das geplante Oberstufenzentrum in Unterlangenegg könnte in abgespeckter Form bereits auf Sommer 2012 realisiert werden. Der Neubau einer Turnhalle

Nach dem Entscheid der Wachseldorner Bevölkerung, ihre Schüler künftig nach Buchholterberg und nicht nach Oberlangenegg zu schicken (wir berichteten), drängt die Realisierung eines Oberstufenzentrums in Unterlangenegg mehr denn je. Die Gemeinde Oberlangenegg kann voraussichtlich ab Sommer 2012 ihre Realschule nicht mehr aufrecht erhalten, weil sie zu wenig Schüler hat. Konsequenz: Die Oberlangenegger Realschüler würden in Unterlangenegg zur Schule gehen. Bereits heute werden dort die Realschüler aus Fahrni und Eriz ausgebildet. Zudem befindet sich im Schulzentrum in Unterlangenegg die Sekundarschule für alle Gemeinden im rechten Zulgtal (Buchholterberg, Eriz, Fahrni, Unter- und Oberlangenegg sowie Wachseldorn). «Unter diesen Voraussetzungen drängt sich die schnelle Umsetzung des Oberstufenzentrums förmlich auf», sagt der Unterlangenegger Gemeinderat Samuel Krähenbühl (SVP). Etappierte Umsetzung Ins gleiche Horn stösst Hans Rudolf Feller, der Präsident der Arbeitsgruppe, welche mit der Realisierung eines Oberstufenzentrums (OSZ) beauftragt wurde: «Uns ist es ein grosses Anliegen, dass wir den gemeinsamen Unterricht bald aufnehmen können.» Diesem Ziel werden andere Bedürfnisse untergeordnet. So soll der ursprünglich geplante Neubau einer Turnhalle auf unbestimmte Zeit verschoben werden. «In erster Linie geht es darum, im nächsten Jahr dringend nötige Sanierungen in den bestehenden Liegenschaften an die Hand zu nehmen», sagt Feller. So soll die Heizung ersetzt werden. Zudem müssten einzelne Räume, die heute beispielsweise als Bibliothek oder Hort genutzt werden, in Schulzimmer umfunktioniert werden. Feller stellt aber klar, dass genügend Schulraum für ein OSZ vorhanden ist. «Die Schülerzahlen stagnieren. Bis auf weiteres gibt es keine Engpässe.» Wohin mit der Turnhalle? Eine Knacknuss ist und bleibt der Neubau einer Turnhalle. Eine Einigung mit Landwirt Paul Oesch, dem die Parzelle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulzentrum gehört, wo die neue Turnhalle gebaut werden sollte, kam bis heute nicht zustande. «Eine Enteignung wollten wir unbedingt vermeiden», sagt Gemeinderat Krähenbühl, «deshalb haben wir uns nach Alternativen umgesehen.» Nun zeichnet sich auf der anderen Seite der Schulanlage tatsächlich eine Lösung ab. Die neue Turnhalle soll auf dem Rasenplatz hinter dem Schulhaus gebaut werden. Damit ein neuer Rasenplatz eingerichtet werden könnte, würde Landbesitzer Fritz Reusser seine Parzelle abtauschen. Doch damit ist es noch nicht getan. Das Landstück für den neuen Rasenplatz befindet sich in der Landwirtschaftszone und müsste deshalb umgezont werden. «Unterlangenegg hat aber erst 2009 seine Ortsplanung abgeschlossen», sagt Krähenbühl. Die Gemeinde wäre also auf den Goodwill des Kantons angewiesen. Zudem würde das Ganze einige Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die den Gemeinden im rechten Zulgtal langsam davonläuft. «Das aktuelle Vorhaben hat einige Vorteile», sagt Krähenbühl. So würden keine Parkplätze überbaut, wie es bei einem früheren Projekt vorgesehen war. «Ausserdem würde die Turnhalle benutzerfreundlicher, weil sie im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt ebenerdig gebaut werden könnte.» Was passiert mit Referendum? Über der Arbeitsgruppe um den langjährigen Steffisburger Gemeindepräsidenten Hans Rudolf Feller schwebt ein weiteres Damoklesschwert. Die Gemeinden Buchholterberg und Oberlangenegg haben gegen einen Projektierungskredit, den die Delegiertenversammlung des Sekundarschulverbandes gesprochen hatte, das Referendum ergriffen – nicht, weil sie gegen ein OSZ waren, sondern weil sie den Landerwerb von Paul Oesch endlich gesichert haben wollten. «Nun hat sich die Ausgangslage geändert», sagt Feller. Er geht deshalb davon aus, dass die Delegierten an der ausserordentlichen Versammlung vom 10.Mai auf ihren Entscheid über den Kredit zurückkommen werden. Damit würden die Abstimmungen als Konsequenz des Referendums hinfällig. Kosten: Noch offen Das erste Projekt war Ende Februar 2009 auch wegen der Kosten bachab geschickt worden. Es hätte 6,82 Millionen Franken gekostet. Wie teuer die Angelegenheit nun wird, ist noch nicht abschliessend geklärt. «Bis Mitte Jahr sollten die Zahlen vorliegen», sagt Feller. Eines sei aber klar: Die Realisierung des OSZ ohne Neubau der Turnhalle werde viel günstiger. Dies heisse aber nicht, dass es langfristig ohne neue Turnhalle gehe. «Die aktuelle Halle ist sanierungsbedürftig und zu klein. Zudem fehlt es im Schulzentrum an einer anständigen Schulküche sowie einem zeitgemässen Hort.» Roger Probst>

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