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Witwe verklagt CS

Die Witwe von Martin Knoll, dem ehemaligen McDonald’s-Schweiz-Chef, will die Credit Suisse zur Rechenschaft ziehen.

Am 21.August 2009 ereignete sich im Berner Oberland ein tragischer Unfall. Martin Knoll, der damalige Chef von McDonald’s Schweiz, stürzte bei einer Mountainbiketour in der Nähe der Spycherflue bei Engstlenalp einen steilen Hang hinunter. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Bisher unbekannt war, dass der Unfall bei einem Kundenanlass der Credit Suisse passierte. Das berichtete der «Tages-Anzeiger» in seiner gestrigen Ausgabe. Für die Tourenplanung und -durchführung war die Firma Scott verantwortlich. Nach dem Unfall wurde spekuliert, ob Knoll den Sturz durch Fahrlässigkeit selbst verschuldet hatte. Da niemand den Sturz gesehen hatte, konnte der Unfallhergang nicht restlos geklärt werden. Doch die Berner Oberländer Staatsanwaltschaft, die den Fall untersuchte, kam zum Schluss, dass keine Strafverfolgung eingeleitet werden müsse. Bank droht Millionenklage Das sieht Knolls Witwe, Michaela Knoll, anders. Sie ist der Ansicht, dass der Anlass nicht sachgerecht durchgeführt worden sei und dass die CS deshalb für den Schaden hafte. Zwei Gutachter sollen ihre Klage stützen. Sie will die Bank auf einen Millionenschadenersatz einklagen. Zur Rechenschaft ziehen will Michaela Knoll die CS auch deshalb, weil die Bank mehrere Male das Gespräch verweigert habe. Ausserdem soll die Credit Suisse der Witwe 150000 Franken Entschädigung angeboten haben – unter der Bedingung, dass sie nicht an die Öffentlichkeit gehe. Michaela Knoll lässt sich durch den Berner Rechtsanwalt Rolf P.Steinegger vertreten. «Mit Geld kann ich meinen Mann nicht zurückholen. Aber ich habe zwei Kinder, die ihren Vater vermissen und denen ich eine gute Ausbildung ermöglichen will», sagte Michaela Knoll gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Knolls Geduldsfaden riss offenbar endgültig, nachdem die CS der Witwe über ein Jahr lang keine Einsicht in die Konten ihres Mannes gewährt hatte. Die Bank begründete ihr Verhalten damit, dass der Tod noch nicht amtlich festgestellt worden sei. Dies, obwohl Martin Knoll an einem CS-Kundenanlass gestorben ist. Credit Suisse blockt ab Die CS lehnt ihrerseits jede Mitverantwortung und Haftung ab. Es bestünden keine Zweifel, dass die Teilnehmer über Risiken und Sicherheitsmassnahmen der Tour im Vorfeld aufgeklärt worden seien. Die Behörden hätten dies so bestätigt, so ein Sprecher der Bank.nb >

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