Zum Hauptinhalt springen

Wo ist denn das Problem?

Ausgabe vom 2.Februar «SVP-Bettelbrief sorgt für Irritationen» Die SVP führt in Heimenschwand eine Wahlkampfveranstaltung mit Bundesrat Ueli Maurer durch. Das ist nicht verboten. Die SVP hat dazu mögliche Sponsoren angeschrieben, um zu fragen, ob sie gerne für den Anlass etwas geben möchten und dafür im Gegenzug eventuell erwähnt werden. Das ist Sponsoring und auch nicht verboten. Trotzdem gibt es offenbar Leute, welche sich durch die Sponsoringanfrage genötigt sehen. Wo liegt hier das Problem? Es sei «sanfter Druck» damit auf Gewerbler ausgeübt worden, heisst es im «Berner Oberländer». Natürlich ist das «sanfter Druck», das ist das Wesen von solchen Briefen. Es ist auch sanfter Druck, wenn mich auf Bettelbriefen von Hilfswerken Augen hungriger Kinder anschauen. Wir sind ein freies Land, wo jeder machen kann, was er will: Wer nicht als Sponsor auftreten will, der kann den Brief zerreissen und in den «Ghüder» werfen. Und wer etwas geben will, kann etwas geben. So einfach funktioniert das.Ueli JostGewerblerPräsident SVP Thun Mücke wird zum Elefanten Hier wird wieder einmal aus einer Mücke ein Elefant gemacht! Als Inhaber eines KMU-Betriebes mit vier Angestellten erhalte ich jede Woche mindestens einen Bettelbrief von Vereinen und Spendeanfrage für jede kleine Veranstaltung. Ohne die KMU-Betriebe gäbe es manches Fest oder manchen Vereinsanlass nicht. Und natürlich sind auch politische Parteien auf Spenden angewiesen. Es ist auch klar, dass KMU-Betriebe denjenigen Parteien spenden, die ihre Interessen vertreten. Und da kommen nur bürgerliche Parteien in Frage, und an erster Stelle die SVP. Hansjürg BaumannHilterfingen Das ist eine Frechheit! Als direkt betroffener KMU habe ich den Bettelbrief auch erhalten. In der Ausgabe vom 2.Februar titelt der BO, der Bettelbrief der SVP sorge für Irritationen. Der Begriff Irritationen ist völlig untertrieben. Frechheit wäre zutreffender! Ausgerechnet SVP-Bundesrat Ueli Maurer lässt keine Gelegenheit aus, sich in unserem Kanton Bern zu präsentieren und möglichst positiv in der Presse zu erscheinen! Und Christoph Blocher eifert seinem ehemaligen Zögling eifrig nach. Hat die Berner SVP tatsächlich ein so kurzes Gedächtnis und schon alles vergessen? Vor kaum zwei Jahren ist die Zürcher SVP, allen voran der heutige Bundesrat Maurer, als Parteipräsident der SVP arrogant und beleidigend auf uns Bernern herumgetrampelt. Das soll alles schon vergessen sein? Adrian Amstutz und Co. stimmen mich nachdenklich. Offensichtlich sind eigene Politkarriere-Aussichten jeden Preis wert! Anders können die Bücklinge der Berner-SVP-Strategen vor den Zürchern kaum begründet werden. Und plötzlich erinnert man sich in der SVP wieder: da wären wir Gewerbler wieder gut, mitzuhelfen, Wahlkampfauftritte der SVP zu finanzieren. Da gibt es nur eine Antwort: Allen SVP-Veranstaltungen mit Zürcher Dialekt und Zürcher Gedankengut fernbleiben und bürgerliche Parteien wählen, die kompetent, mit Augenmass und Anstand politisieren! Ernst MaurerHeimenschwand SVP macht was für das Gewerbe Offenbar stören sich einige Gewerbler bei uns im Thuner Ostamt daran, dass die SVP sie als Sponsoren für die Wahlveranstaltung mit Bundesrat Ueli Maurer angefragt hat. Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Ich bin auch Gewerbler und erhalte sicher einmal pro Woche einen Bettelbrief. Natürlich kann man nicht immer etwas geben. Aber das muss man ja auch nicht. Wir sind ein freies Land. Ich habe vor allem auch Mühe, dass diese Gewerbler nicht den Mut haben, hin zu stehen und zu sagen, was sie denken. Dabei täte das Gewerbe gut daran, die SVP, die früher «Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei» hiess, zu unterstützen. Denn welche andere Partei kämpft zum Beispiel so sehr gegen übertriebene Vorschriften und hohe Abgaben, wie die SVP? Die ewigen Mehrwertsteuererhöhungen, die immer etwas an unserem Verdienst nagen, bekämpft nur noch die SVP. Kurt WanzenriedSchwarzenegg Der BO berichtet SVP-kritisch Als einfacher Bürger blicke ich nicht mehr durch. Offenbar ist es seit neuestem anrüchig, wenn jemand für einen Anlass Sponsoren sucht. «Gewerbler», die dann nicht einmal den Mut haben, mit ihrem Namen hin zu stehen, beklagen sich wegen einer simplen Sponsoringanfrage der SVP für einen Anlass mit Bundesrat Ueli Maurer. Ob der «Berner Oberländer» den Artikel auch gebracht hätte, wenn nicht die SVP nach Sponsoren gesucht hätte? Denn mit Ausnahme eines wirklich guten Kommentars von Chefredaktor Gygax waren die Berichte zu den Regierungs- und Grossratswahlen am 28.März bisher immer SVP-kritisch. Daniela LiebiSteffisburg>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch