Zum Hauptinhalt springen

Wolf sorgt bei «Schäfelern» weiterhin für Unmut

Die «Schäfeler» möchten die Bergtäler, Vieh- und Schafalpen nicht dem Wolf preisgeben, sehen aber keine Lösung. Lukas Berger ist neu im Vorstand der Oberländer Schafzüchter. Werner Wäfler und Christian Saurer sind neu Ehrenmitglieder.

Beim Thema Wolf waren sich die Oberländer «Schäfeler» einig: «Für ihn fehlt der Lebensraum, die Schweiz ist zu dicht besiedelt, und ausserdem ist er als Tierart nicht gefährdet», äusserte sich Hansueli Sommer, Präsident des Schafzuchtverbandes Berner Oberland, an der Delegiertenversammlung in Hondrich. «Ich sehe keinen Nutzen des Wolfs für die Schweiz. Er bringt niemandem etwas, auch nicht der Landwirtschaft oder dem Tourismus.» 200 Schafe wurden in der Schweiz 2009 nachweisbar vom Wolf gerissen. Wenn sich Wolfsrudel bilden, werde es noch viel schlimmer. Es wird nach Lösungen gesucht. «Es gibt aber keine», sagte Christian Saurer, denn Herdenhunde seien nicht überall einsetzbar und sie schafften Probleme mit Wanderern. Zudem sei in grossen Teilen des Alpenraums das Einzäunen der Herden aus topografischen Gründen schwierig. Die Hunde bräuchten seien nicht in beliebiger Zahl verfügbar. Im Jahresbericht bedauerte Sommer, dass die Lammfleischpreise sinken würden. Er hofft, dass eine Genossenschaft im Sommer eine Alpwanderung organisiert. Am 27./28.März findet der Markt in Zweisimmen statt. Für den abtretenden Werner Wäfler aus Frutigen wurde Lukas Berger (Schafzuchtgenossenschaft Diemtigtal-Aeschi) in den Vorstand gewählt. Werner Maurer hatte acht Jahre im Vorstand mitgearbeitet und sich bewährt. Er hat aus beruflichen Gründen demissioniert. Schon seit 1986 setzt sich Christian Saurer für den Schafzuchtverband ein. Je zwölf Jahre wirkte er im bernischen und schweizerischen Vorstand. Seit 1999 ist er Koordinationsleiter des Schauwesens im Kanton Bern und wird das Amt weiter ausüben. Werner Wäfler und Christian Saurer wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Elf Tonnen Wolle Erstmals wurde im Herbst in Thun die Wolle aus der Region gesammelt (wir berichteten). Fast elf Tonnen wurden angeliefert und zu 35 Rundballen gepresst. «Wir müssen uns bei der Sortierung nach Farben noch verbessern und besonders die farbigen Markierungen entfernen», sagte Sommer. Neu wird im Gewerbezentrum Meiringen Schafwolle gewaschen und gekardet. Die Menge sei allerdings nicht so gross und liege bei zwei Tonnen, berichtete Heinz Brog, der einen Teil der Wolle färbt und verkauft. Rösi Reichen >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch