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Wollen die Bürger eine Fusion?

RegionEine Grossfusion im Osten von Thun schmetterten die Zulgtaler im Frühling ab. Die Idee lebt in den Gemeinden Fahrni und Unterlangenegg aber im kleineren Stil weiter. Nun können die Bürger in einem Fragebogen kundtun, ob sie hinter einem Zusammenschluss der Nachbarn stehen.

«Wir haben den Auftrag vom Volk und werden das Gespräch mit Wachseldorn und Fahrni suchen», sagte Rudolf Reusser nach den Fusionsabstimmungen im Zulgtal vom vergangenen Frühling. Der Unterlangenegger Gemeindepräsident hat Wort gehalten und stiess damit zumindest bei den Fahrnern auf offene Ohren. In Unterlangenegg und Fahrni wird in den nächsten Tagen ein Fragebogen verteilt. «Mit dieser Umfrage wollen die Behörden in Erfahrung bringen, ob die Bevölkerung daran interessiert ist, den Fusionsgedanken auch in einer verkleinerten Variante weiterzuverfolgen», steht im Schreiben, das an alle Haushalte geht. Die Umfrage soll den Behörden zeigen, wie ernst es den Bürgern mit einer Fusion ist. Abgabetermin für den Antworttalon ist der 15.September. Ein Zusammenschluss wäre indes kein grosses Abenteuer: Unterlangenegg und Fahrni arbeiten bereits seit längerem in verschiedenen Bereichen zusammen. Kanton setzt Druck auf Im Kanton Bern bestehen heute 383 politische Gemeinden. Der Kanton hat damit schweizweit am meisten Gemeinden. Rund ein Drittel davon sind Kleinstgemeinden mit weniger als 500 Einwohnern. Zum Vergleich: In Fahrni wohnen 746 Personen, in Unterlangenegg 903. Der Kanton fördert seit längerem freiwillige Gemeindezusammenschlüsse mit finanziellen Anreizen. Fusionen erfolgen heute aber ausschliesslich auf freiwilliger Basis. Doch das könnte sich bald ändern: Damit Gemeindefusionen noch stärker gefördert werden können, brauche es zusätzliche Impulse, sagt der Kanton. Der Grosse Rat wird im November über eine Gesetzesänderung befinden, die die Grundlage schaffen würde, künftig Gemeinden zu einer Fusion zu zwingen.Roger Probst>

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