Wunder erleben mit Wampfler

Interlaken

«Sucht» ist das Lebensthema von Jakob Wampfler. Der gebürtige Diemtigtaler kümmert sich um Betroffene und schreibt darüber.

Kurt Hanhart, Leiter des Heilsarmee-Passantenheims in Thun, interviewt Sophie und Jakob Wampfler zum neuen Buch. Foto: Monika Hartig

Kurt Hanhart, Leiter des Heilsarmee-Passantenheims in Thun, interviewt Sophie und Jakob Wampfler zum neuen Buch. Foto: Monika Hartig

«Jakob Wampfler ist immer da, wenn es brennt. Er kümmert sich mit Herzblut um suchtbetroffene Menschen und kann grosse Hilfestellung leisten», erklärte Kurt Hanhart, Leiter des Heilsarmee-Passantenheims in Thun. Seit August 2018 ist Wampfler, bis dahin Postkurier im Bundesamt für Justiz in Bern, als Betreuer beim Sozialwerk der Heilsarmee angestellt.

«Eine massgeschneiderte Stelle. Mit seinen Worten trifft Jakob die Leute mitten ins Herz – ich habe Wunder mit ihm erlebt», so Hanhart. Denn in jüngeren Jahren hatte Wampfler mit schweren Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen, wurde aber nach vielen Rückfällen 1999 endgültig frei durch den Glauben an Jesus Christus.

Davon handelt Wampflers erstes Buch «Vom Wirtshaus in Bundeshaus». Vor dreizehn Jahren schlug das Buch medial hohe Wellen und katapultierte den Autor mit gigantischem Paukenschlag ins Rampenlicht. 

«Bilderbuch der Gnade»

Am Sonntag stellten Jakob und seine Frau Sophie Wampfler ihr neuestes Buch «Vom Bundeshaus ins Passantenheim» in den Räumen der Heilsarmee Interlaken vor. Das Werk, das das Ehepaar mit dem christlichen Schriftsteller Markus Richner erarbeitet hatte, erschien im Oktober und ist eine Brücke zum ersten Buch.

«Was für ein Bilderbuch der Gnade und Treue Gottes. Es ist das originellste Handbuch für Evangelisation, das ich kenne», lobt Pfarrer Geri Keller, Wampflers geistiger Vater und Freund, im Vorwort der Neuerscheinung.

«Gott ist die Hoffnung. Es kann kein Leben dermassen kaputt und verpfuscht sein, als dass der Heiland es nicht wieder neu machen könnte.»Jakob Wampfler?

Wampfler erzählt originell und packend im volkstümlichen Erzählstil, der seine Herkunft aus dem Diemtigtal verrät. So etwa, warum er so gerne einen Cowboyhut trägt. Wie es dazu kam, dass er bei einem Evangelisationseinsatz in einem Gefängnis in Kenia vor 2000 Häftlingen den «Gemscheli-Jäger» aus voller Brust sang und jodelte. Oder wie er seine Frau Sophie, eine musisch begabte Buchhändlerin und Chorsängerin, lieb gewann und 2002 gegen Widerstände heiratete.

Bei der Heilsarmee Thun fand das Paar seine geistige Heimat. Passantenheimleiter Hanhart sagte zu Jakob Wampfler: «Das Buch ist ein Meisterstück. Welche Hoffnung willst du den Leuten damit geben?» Wampfler: «Gott ist die Hoffnung. Es kann kein Leben dermassen kaputt und verpfuscht sein, als dass der Heiland es nicht wieder neu machen könnte. Und das ist letztlich alles, was bleibt.»

«Vom Bundeshaus ins Passantenheim», 174 Seiten, Edition Wortschatz, Bestellnummer 588 878; ISBN 978-3-943362-46-6; im Bücherperron Spiez und in allen Buchhandlungen erhältlich.

Berner Zeitung

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