Zahlen schwarz, Falchernstrasse zu

Schattenhalb

Die Alte Falchernstrasse in Schattenhalb bleibt wohl zu, trotz Gegenvoten.

Meterhoch unter Felsblöcken, Geröll und Baumstämmen bleibt die alte Falchernstrasse verschüttet.

Meterhoch unter Felsblöcken, Geröll und Baumstämmen bleibt die alte Falchernstrasse verschüttet.

(Bild: Beat Jordi)

Gemeindepräsident Andreas Michel sprach von einem guten Rechnungsergebnis 2018: In den letzten drei Jahren hat die ­Gemeinde durchschnittlich 340'000 Franken pro Jahr investiert, ohne dass das Eigenkapital, das per 31. Dezember 2018 2,66Millionen Franken betrug, empfindlich eingebüsst hätte.

Der steuerfinanzierte allgemeine Haushalt schloss bei einem ausgeglichenen Aufwand und Ertrag von rund 3 Millionen Franken mit null ab.

Die spezialfinanzierte Wasser-, Abwasser-, Gemeindewälder- und Kehrichtrechnung verzeichnet einen Ertragsüberschuss von knapp 190'000 Franken. Dieser Überschuss wurde im Eigenkapital der Spezialfinanzierungen gutgeschrieben.

Neues Gemeindefahrzeug

Die 34 Stimmberechtigten genehmigten die von Finanzverwalter Kurt Zumbrunn detailliert vorgestellte Rechnung und Bilanz 2018, inklusive 551'437 Franken Nachkrediten, einstimmig.

Auch der Kauf eines neuen, 115'000 Franken teuren Fahrzeuges für die Werkmannschaft, das transportieren, pflügen, salzen und reinigen kann, wurde einstimmig beschlossen.

Vor über hundert Jahren erstellte die Gemeinde einen Fahrweg vom Dorfteil Willigen in den Weiler Falchern, der vorher nur zu Fuss erreichbar gewesen war.

Der Weg führt durch den steilen Bergwald, mit Tunneln durch die Überluegefluh bis zum Falcherndörflein. Am frühen Morgen des 19.

November 2018 ereignete sich ein massiver Felssturz aus der Überluegefluh und verschüttete das alte Falchernsträsschen meterhoch mit bis zu 80 Kubikmeter grossen Felsblöcken, Geröll und Baumstämmen.

Ein geologisches Gutachten kam zum Schluss, dass für die Wiederherstellung des bei Wanderern und Bikern beliebten Weges ein unverhältnismässiger Aufwand von über 50' 000 Franken betrieben werden müsste.

Dabei wären die Kosten für Felssicherungen noch nicht eingerechnet, ergänzte der Gemeindepräsident.

Die Dorfschaft und die Bäuertkorporation Falchern votierten für eine Wiederherstellung, da nach ihrer Ansicht die Schliessung ein herber Verlust darstellt.

Die Schliessung liegt in der Kompetenz des Gemeinderates, und der wird bei seinem Entscheid der Haftungsfrage bei einem Folgeereignis Priorität einräumen.

Eine Stimmbürgerin empfand die Welt als ungerecht: «Eine Gemeinde am Thunersee lehnt eine geschenkte Hängebrücke ab, und wir könnten mit einem solchen Geschenk unser Problem lösen.»

Zwei Schweizer Meisterinnen

Grosse Ehre für die Gemeinde legten zwei junge Sportlerinnen ein: Die 16-jährige Martina Winterberger erkämpfte sich mit 12,07 Metern im Dreisprung den Schweizer-Meister-Titel bei den Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 2018 in Magglingen.

Junioren-Schweizer-Meisterin im Ski-Cross wurde an den Wettkämpfen 2019 im Hoch-Ybrig die 19-jährige Sonja Kohler. Beide Athletinnen erhielten vom Gemeindepräsidenten eine Anerkennung und die besten Wünsche für eine erfolgreiche Karriere.

Die zwei Schweizermeisterinnen wurden geehrt: Sonja Kohler, Ski-Cross Junioren-Schweizermeisterin (l.) und Martina Winterberger, Schweizermeisterin im Dreisprung. (Bild: Beat Jordi)

Berner Oberländer

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