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Zeitreise von 4,6 Milliarden Jahren

frutigenAb morgen ist im Tropenhaus Frutigen die diesjährige Sonderausstellung offen. Das Thema: Warum ist die Erde warm? Das im Berg aufgewärmte Wasser ist die Grundlage für das Tropenhaus. Schuld für das Aufwärmen

Heftig knattert das Gerät in der Hand des Ausstellungsmachers. Er fährt über einen Steinbrocken aus dem Wallis, der Geigerzähler spricht laut auf die austretende Radioaktivität an. Keine Sorge, die Dosis ist sehr gering; aber das Geräusch macht deutlich hörbar, wie die Erde zum grossen Teil ihrer inneren Wärme kommt: Im Tropenhaus Frutigen wird in der aktuellen Sonderausstellung zu erklären versucht, wie der Zerfall von natürlichen radioaktiven Elementen die Erde im Innern aufheizt – und so der Fels und das Wasser auf die hohen Temperaturen kommen. Und schliesslich ist warmes Bergwasser die Grundlage des Tropenhauses Frutigen, die Basis für Fischzucht und Fruchtproduktion. Antwort auf häufige Frage Peter Hufschmied, der Initiant des Tropenhauses, gab gestern Gelegenheit, die Ausstellung zum Thema Erdwärme vor der offiziellen Eröffnung anzuschauen. «Wir beantworten so eine der am häufigsten gestellten Fragen von unseren Besuchern.» Die Ausstellung ist eine Zeitreise durch 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte – und blickt auch in die Zukunft, denn die Nutzung der Erdwärme bietet grosses Potenzial, wie Franz Bürgi von der BKW-Tochter E-sol suisse erklärte. «Heute werden mit Wärmepumpen Häuser geheizt. Für uns ist die Stromproduktion spannender, aber dafür müssen wir weiter in die Tiefe. Und bei der Tiefen-Geothermie stecken wir noch in den Anfängen.» Die tiefste Bohrung weltweit ging auf 12,2 Kilometer, die tiefste in der Schweiz auf rund 6 Kilometer. Und damit ist die Erdkruste gerade mal angeritzt worden. Wieviel Energie-Potenzial in der Erde steckt, zeigt Island. Es ist dank der dort einfach und günstig nutzbaren Erdwärme der grösste europäische Bananenproduzent geworden. Besser mit Führung Die Ausstellungsobjekte sind bis am 31. Oktober in Frutigen, dann soll das Thema Geothermie auch an anderen Orten gezeigt werden. Ausgelegt ist die Sonderausstellung vor allem auf Gruppen, die geführte Rundgänge mit den nötigen Erklärungen dazu machen. Die Gruppen machen laut Hufschmied aktuell etwa 70 Prozent der Besucher aus.hsf/pd>

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