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Zu diskret

fabian schäfer

Indiskretionen sind immer unschön und untergraben das Vertrauen. Statt aber nur über den Urheber zu schimpfen, sollte man sich angesichts des aktuellen Berner Falls auch fragen, was die Öffentlichkeit erfahren soll und was nicht. Wenn sich in der Kantonsverwaltung zwei Spitzenbeamte derart verkrachen, dass ihr Streit nur noch über eine Trennung in sogenannt gegenseitigem Einvernehmen beendet werden kann – sollte dann die Öffentlichkeit, in deren Dienst die Verwaltung steht, nicht unterrichtet werden? Sie wurde es nicht. Wenn diese Trennung sogar noch eine halbe Million Steuerfranken kostet – sollte dann die Öffentlichkeit davon nichts erfahren? Natürlich wäre rasch klar, um wen es geht. Allerdings nannten die Medien auch im aktuellen Fall den Namen nie, obwohl sie ihn kennen. Kurz: Man würde sich wünschen, dass die Regierung auch in schwierigen Fällen offener informiert und sich erklärt. fabian.schaefer@bernerzeitung.ch>

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