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Zu wenig Geld für das Feuerwerk

ThunAm diesjährigen Thunfest wird es wahrscheinlich kein Feuerwerk geben. Es sei denn, Sponsoren blättern

Das hat es noch nie gegeben: Das Feuerwerk im Thuner Aarebecken soll abgesagt werden. «Es ist klar, dass der Entscheid des Thunfest-Vorstands für viele überraschend ist», sagt Matthias Harte, OK-Präsident des Thunfestes. Eine Hintertür lässt er allerdings offen: Wenn bis zur Hauptversammlung des Vereins Thunfest am 21.März ein Betrag von mindestens 60000 Franken durch Dritte zur Verfügung gestellt wird, könne das Feuerwerk 2012 stattfinden. Allzu grosse Hoffnungen macht sich Harte aber nicht: «Wir wissen, dass es nicht einfach ist, Sponsoren zu finden.» Aber auch mit einem Sponsorenbeitrag müssten die Kosten für das Feuerwerk gegenüber 2010 um 30000 Franken reduziert werden. Dies müsste laut Harte bei der Infrastruktur erfolgen, «was nicht einfach werden dürfte». Die Gesamtkosten von Feuerwerk und Infrastruktur beziffert er auf rund 140000 Franken. Der Grund für den Entscheid liegt im miserablen Wetter beim letzten Feuerwerk 2010. Dieses riss ein tiefes Loch in die Kasse. Die Stadt Thun musste damals sogar mit einem Darlehen von 40000 Franken helfend einspringen. Gemäss Harte ist das Darlehen inzwischen gedeckt. «Dies war dank des erfolgreichen Thunfestes im letzten Jahr möglich», sagt Harte. Von 2011 stehe zwar ein schönes Betriebskapital zur Verfügung. Für die Durchführung eines Feuerwerks wolle der Vorstand jedoch zusätzliches Risikokapital zur Verfügung haben. «Dieses steht 2012 nicht in angestrebtem Mass zur Verfügung», betont Harte. Man wolle den nicht gewinnorientierten Verein nachhaltig auf gesunde Beine stellen. Die Durchführung wäre zwar auch 2012 «leidlich verantwortbar» gewesen, ein Wetterpech im Ausmass wie 2010 würde den Verein aber unter Umständen wieder in Schulden stürzen. «Das wollen wir keinesfalls riskieren», so OK-Präsident Harte. Mit erfolgreichen Festen in den beiden nächsten Jahren könne per 2014 wieder ein Feuerwerk stattfinden. Für Harte gehört das alle zwei Jahre im Wechsel mit Spiez stattfindende Feuerwerk zum «Gesamtpaket des Thunfestes». Obwohl es im Sommer jeweils in der ganzen Schweiz viele Feuerwerke gebe, sei dasjenige in Thun noch immer beliebt. «Das Szenario im Aarebecken und die Nähe der Zuschauer zum Feuerwerk machen den Anlass speziell», ist Harte überzeugt. Er schätzt, dass in einem Jahr mit Feuerwerk zwischen 10000 und 20000 Besucher mehr ans Thunfest kommen. Das sind dann jeweils gut 100000 Personen. Das Thunfest als Ganzes ist gemäss Harte aber nicht gefährdet. Es wird am 10. und 11.August über die Bühne gehen. «Wir werden auch dieses Jahr wieder ein attraktives Programm zusammenstellen», verspricht Harte. Die Verhandlungen mit den Bands und Musikern laufen, einen Namen konnte er gestern schon nennen. Auftreten wird der bekannte Gitarrist Slädu zusammen mit einer neu zusammengestellten Band. Dabei sind unter anderen die Sängerin Marina Santelli sowie die Sänger Gianni Pontillo und Marc Robin. Roland Drenkelforth .>

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