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Zuerst«putzen», dann Netz flicken

Drei Bergführer säubern die Schybeflue am Vorder Harder in Unterseen

Drei Männer in roten Jacken hängen angeseilt an der Schybeflue am Vorder Harder in Unterseen. Sie säubern die senkrechte Felswand von losem Gestein, das polternd in die Tiefe stürzt und auf und neben der Goldeypromenade, einem viel begangenen Spazier-, Hundeausführ- und Wanderweg, aufschlägt. Fritz Gyger, Mitarbeiter des Amtes für Naturgefahren, ist mit den Bergführerkollegen Kilian Aellig und Res Mühlethaler am Werk. Am 5.Februar abends Um 18.15 Uhr am Freitag, 5.Februar, lösten sich 10 bis 15 Kubikmeter Fels aus der Schybeflue und donnerten auf die Brandpromenade hinunter, unterwegs ein Steinschlagnetz durchschlagend (wir haben berichtet). Zwei Brocken kamen erst in der Einfahrt zur Einstellhalle des Gemeindewerkhofs zum Stillstand, zwei in der Wiese hinter einem Mehrfamilienhaus. Seither ist die Brandpromenade gesperrt. Geologen der Geotest AG in Zollikofen inspizierten die Felswand, rasch wurden Massnahmen angeordnet, und der Gemeinderat Unterseen bewilligte einen Rahmenkredit von 30000 Franken. 15 Meter Netz ersetzen Gestern am späten Nachmittag flog ein Heli Drahtseile, Steinschlagnetze und eine Stahlstütze in die Felswand. Fritz Gyger: «Das Steinschlagnetz muss auf einer Länge von zirka 15 Metern ersetzt werden.» Die Grundplatte der Stahlstütze wird im Fels verankert, dann die Stütze montiert, die defekten Stahlseile werden ersetzt und die neuen Netze montiert. «Wenn alles gut läuft, sind wir Ende dieser oder Anfang nächster Woche mit der Arbeit fertig», prophezeit Fritz Gyger. Dann aufräumen Dann wird es an Erich Zurbuchens Werkhofequipe sein, die Brandpromenade von den Felsbrocken zu befreien und allfällige Schäden auszubessern. «Auch der Förster wird noch einen Augenschein nehmen müssen», erklärt Zurbuchen. Um die Arbeiten ausführen zu können, muss das Wetter stimmen. Zurbuchen: «Wir rechnen damit, dass die Sperrung des Weges Ende Monat aufgehoben werden kann.» Ueli Flück >

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