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Zur Eröffnung

An der Eröffnungsfeier zur 60.BEA forderte Bundesrat Johann Schneider-Ammann eine wettbewerbsfähige, produzierende Landwirtschaft. «Ich will Qualität», sagte er.

Kurz vor Mittag nahm Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf der Bühne der Berner Kongresshalle den Klöppel einer Kuhglocke zur Hand und läutete offiziell die diesjährige BEA/Pferd ein. Im Saal sassen 700 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. In seiner Ansprache redete der Magistrat vor allem aber den Bauern ins Gewissen: «Als Landwirtschaftsminister», sagte er, «will ich Qualität auch in der Agrarpolitik zum Thema machen. Ich will eine wettbewerbsfähige, produzierende Landwirtschaft.» Die Öffnung der Märkte sei im Gange. Und weiter: «In den EU-Ländern kosten Lebensmittel 40 Prozent weniger als in der Schweiz. Werden die Grenzen mehr und mehr geöffnet, dürfte das Billigsegment vermehrt von Anbietern aus der EU abgedeckt werden.» Die heimische Landwirtschaft brauche eine Antwort auf diese Herausforderung, meinte Schneider-Ammann. «Diese Antwort lautet Qualität. Lebensmittel aus der Schweiz müssen also vermehrt quer über alle Preissegmente mit Qualität punkten.» Das Vorzeigebeispiel Käse zeige, dass einheimische Produkte eine breite Kundschaft – auch im Ausland – begeisterten. Der Bundesrat erwähnte dabei den Weltmeistertitel, den heimische Käser im letzten Jahr am World Champion Cheese Contest in den USA abgeräumt hätten. «In anderen Bereichen müssen wir das Potenzial noch besser nutzen», meinte er. Und: «Die Produktion von Lebensmitteln muss noch nachhaltiger und tiergerechter werden.» Als «gutes Beispiel» nannte Bundesrat Schneider-Ammann den Biolandbau. «Produzenten, Verarbeiter und Händler haben gemeinsam Richtlinien für kontrollierte ökologische Produkte definiert; nur wer diese erfüllt, darf die Knospe als Logo verwenden.» Noch würden aber nicht alle Branchen am gleichen Strick ziehen, oftmals stünden Eigeninteressen einer Gruppe im Vordergrund. Ein wichtiger Schritt sei aber gelungen: «Die bedeutendsten Vertreter der Land- und Ernährungswirtschaft haben sich auf eine Charta zur Qualitätsstrategie geeinigt.» Diese soll im nächsten Jahr unterzeichnet werden. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch das Marketing. Schneider-Ammann: «Schweizer Lebensmittel brauchen einen einheitlichen Auftritt.» Und er rief die Gäste auf: «Kaufen Sie Schweizer Produkte!» Schweizer Produkte gabs dann auch beim Apéro in der Festhalle, unter anderem Züpfe, Bergkäse, Speck und Wurst. Unterhalten wurden die geladenen Gäste von Emmentaler Ländlermusikanten. Anschliessend dislozierte die Schar – das ist Tradition an der BEA – in Richtung Simmentalerhof, wo ein Stehlunch offeriert wurde.Urs Wüthrich>

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