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Zuversicht trotz Niederlagen

UnihockeySeit Philippe Soutter wieder an der Bande der Langnauer Tigers steht, haben diese drei von fünf Partien verloren. Trotzdem sagen im Emmental alle Beteiligten, im letzten Monat habe sich vieles zum Guten gewendet.

Samstagabend, Espace Arena in Biglen, kurz vor dem Anpfiff des Unihockeyspiels Tigers Langnau - Malans – noch ist die Begegnung der Tabellennachbarn Nebensache. Nicht wenige der 532 Zuschauer verfolgen auf ihrem Mobiltelefon einen Ski-Liveticker. Dann verbreitet sich die Meldung wie ein Lauffeuer: Der Schangnauer Beat Feuz belegt im Super-G von Beaver Creek den dritten Rang, wie tags zuvor wird der Emmentaler nur knapp geschlagen. Ein gutes Omen? Weniger erfreulich waren die Geschehnisse rund um den Langnauer Topskorer Ales Zalesny. Dieser hatte am Donnerstag einen Arbeitsunfall erlitten und dabei die Kuppe seines Mittelfingers verloren; der Tscheche dürfte erst im neuen Jahr aufs Spielfeld zurückkehren. Doch auch ohne den Skorer versuchten die Tigers von Beginn weg, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Nach 29 Sekunden scheiterte Simon Stucki alleine vor dem Malanser Goalie Martin Hitz, kurz darauf vergab Marc Mühlethaler eine gute Einschussmöglichkeit, ehe wiederum Stucki nur die Latte treffen sollte. Ein Tor fiel dann doch noch, jedoch auf der anderen Seite. Nach schnell ausgeführtem Freistoss konnten die Langnauer durch Joel Krähenbühl ausgleichen, aber noch vor der ersten Pause schoss der Finne Markus Olkkonen die Bündner wieder in Front. Gerbers Effort unbelohnt Mit aggressivem Forechecking versuchen die Bündner beim Stand von 4:4, das Heimteam im Schlussabschnitt unter Druck zu setzen. Dennoch wäre es Stucki beinahe gelungen, die Tigers nach 45 Minuten erstmals in Führung zu schiessen. So kam es, wie es kommen musste – keine Zeigerumdrehung später lag Malans neuerlich in Front, wenig später wurden die Gastgeber eiskalt ausgekontert. Die Emmentaler steckten nicht auf, konnten auf 5:6 und später auf 6:7 verkürzen; dem dreifachen Torschützen Marc-Oliver Gerber sei Dank. Selbst auf den achten, äusserst sehenswerten Treffer der Bündner fanden die Langnauer noch eine Antwort. Der Nutzen der Reaktion blieb bescheiden, das 7:8 war gleichbedeutend mit dem Schlussresultat. Nach dem 9:11 bei Rychenberg Winterthur mussten sich die Tigers wiederum knapp geschlagen geben – wie Beat Feuz, wobei dieser damit deutlich besser leben kann, auch wenn Trainer Soutter nicht alles schwarzreden wollte: «Klar bin ich enttäuscht, aber wir müssen das Positive herausstreichen. Wir haben das Spiel mehrheitlich kontrolliert, wurden dann aber dumm ausgekontert.» Indirekt spricht der Zürcher das Hauptproblem an, die Abwehr. 16 Tore haben die Tigers in den letzten beiden Partien erzielt, aber keinen Punkt gewonnen. «Zurzeit probieren wir verschiedene Sachen aus, dabei kann mal etwas danebengehen.» Etliche Spieler mit Reserven Angesprochen auf sein erstes Engagement im Emmental von 2008 bis 2010, sagt Soutter: «Die Charakteristik der Mannschaft ist noch die gleiche, emmentalisch halt, aggressiv und ballorientiert, damit muss man leben.» Er sagt aber auch: «Ich glaube, dass wir mehr Potenzial haben als damals, denn einige Spieler befinden sich nicht in Topform, das haben sie mir versichert.» Auf Marc-Oliver Gerber, der gegen Malans drei Tore erzielte und zum Spieler der Begegnung gewählt wurde, trifft das sicher nicht zu. Der 21-jährige Stürmer gibt sich wie sein Trainer trotz der Niederlagen zuversichtlich: «Der Teamspirit kehrt zurück, jeder kämpft wieder für jeden. Wir haben heute nicht schlecht gespielt, jedoch gegen einen sehr effizienten Gegner verloren.» Raphael Hadorn >

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