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Zwei «Babeli» für den Titel

KegelnDie Berner gaben den Ton an. Am Schweizer-Meisterschaft-Final in Heimberg setzte sich der Wattenwiler Jürg Soltermann vor Peter Haldemann (Thun) durch. Bei den Frauen verteidigte Yvonne von Arx (Niederönz) den Titel.

«Ich wusste genau, dass ich noch zwei Neuner für den Schweizer-Meister-Titel benötigte», berichtete Jürg Soltermann nach dem Final an der Schweizer Meisterschaft der Kegler in Heimberg. Der 49-jährige Wattenwiler machte die geforderten zwei «Babeli». Mit diesem Meisterstück holte der Gartenbauunternehmer ein Holz vor dem Thuner Peter Haldemann erstmals den Einzeltitel. Für Soltermann war entscheidend, dass sein Rivale Haldemann auf der schwierig zu kegelnden Bahn drei zehn Holz eingebüsst hatte. Mit 207 Holz realisierte der neue Meister auf dieser Bahn die Höchstholzzahl. Die Basis für den Triumph legte Soltermann bereits im Qualifikationsdurchgang. Hier sorgte er zusammen mit seinem Vereinskollegen Andreas Schmid mit 830 Holz für eine gute Ausgangslage für den Finaldurchgang: «Ich bin richtig stolz, dass ich hier in Heimberg Schweizer Meister geworden bin», erklärte er. Vereins-Schweizer-Meister mit dem Kegelklub River Boys war er kürzlich zum dritten Mal in Folge geworden. Er könne sich beim Absenden vom 26.November vier «Goldplämpel» umhängen lassen, so Soltermann. Ehemaliger Fussballer Peter Haldemann, der Zweiter wurde, fuchste der minimale Rückstand nicht. Er habe nicht Gold verloren sondern erstmals Silber gewonnen, sagte der 70-Jährige. Der Rentner und vierfache Grossvater hat sich dem Kegelsport nach einer Karriere als Spitzenfussballer und Erfolgstrainer zugewandt. Haldemann, der beim früheren Schweizer Meister La Chaux-de-Fonds noch mit Antenen, Kernen, Morand und Eichmann zusammengespielt hatte, war während 14 Jahren Trainer des FC Lerchenfeld. Er prägte bei «Lerchu» mit den späteren YB-Spielern Rolf Zahnd und Stefan Bützer die grossen Zeiten mit. Ebenfalls eine Fussballvergangenheit hat der nach dem Qualifikationsumgang führende Andreas Schmid. Der Frutiger zeigte im Finaldurchgang aber Nerven und fiel noch auf den 13.Platz zurück. Bronze holte sich der Stadtberner Andreas Schmidiger. Der 67-Jährige rückte noch vom sechsten Platz vor. Bei den Frauen war die Titelverteidigerin Yvonne von Arx eine Klasse für sich. Die 45-jährige Mutter zweier Töchter distanzierte die Thunerin Erika Wittwer um 47 Holz. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Wettkampf. Es gibt da nichts zu beanstanden», freute sich die Oberaargauerin. Sie sei durch Vater Rudolf Zaugg zum Kegeln gestossen. «Weil mir das Kegeln liegt, nehme ich an den Wettkämpfen ohne regelmässiges Training teil», verriet Yvonne von Arx. Sie sei ein nervenstarkes Naturtalent, lobte dann auch OK-Präsident Ueli Stucki in seiner Schlussansprache. Zentralverbandspräsident Soltermann, der sich auch noch an die Finalisten und Zuschauer wandte, bezeichnete die Fortuna-Oberönz-Keglerin gar als «Ausserirdische». Auf ihrer Heimbahn gewann Lokalmatadorin Erika Wittwer vom Kegelclub Sporting Heimberg Silber. «Ich glaubte fest an eine Medaille. Dies, obwohl ich erneut auf der gefürchteten Bahn drei zwanzig Holz eingebüsst hatte», so die 60-jährige Geschäftsfrau aus Thun, die vor zwei Jahren bereits Bronze gewonnen hatte. Peter Russenberger Resultate Seite 18>

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