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Zwei Thriller, ein Protagonist

Den Finalrundeneinzug hat sich Thunerstern trotz zweier Unentschieden nicht sichern können. Die Aussichten dazu bleiben aber hervorragend. Bei den Oberländern dominieren mit Angst und Ärger indes schlechte Gefühle.

Zahlenspiele gefällig? Der SC Thunerstern bestritt am Wochenende zwei Spiele, beide daheim, und führte mit 4:0 und 2:0. Er siegte aber weder gegen Biasca noch gegen Montreux; es resultierten zwei Punkte – die sich als entscheidend erweisen könnten. Enden die wenigen noch ausstehenden Spiele nach Papierform, werden die Thuner zu Lasten Biascas an der Finalrunde teilnehmen: dank des Vorsprungs von einem Punkt. Damit hielte Thunerstern den Schaden in Grenzen. Die Oberländer mochten gerade am Samstag keine Hochrechnungen anstellen – vordergründig war die Enttäuschung darüber, gegen Biasca, den Direktkonkurrenten, einen 4:0-Vorsprung preisgegeben zu haben. Dieser kam binnen weniger Minuten und dank überzeugtem Auftreten zustande und wurde gemeinhin als Vorentscheidung aufgefasst. Bloss verstanden es die Thuner nicht, ihn geschickt zu verwalten. Sie traten auf, als stünden sie in Rückstand: nervös, verunsichert – und verärgert. Hierfür hatten die beiden Unparteiischen «Schuld» mit ihrer Tendenz, Karten auch für kleinere Vergehen zu verteilen. Gemäss Trainer Bruno Lehmann setzten sie dabei das neue Regelwerk um – «was viele nicht tun und wir an sich begrüssten. Allerdings fällten sie viele fragwürdige Entscheidungen. Und zwar auf beiden Seiten.» Die Zuschauer sahen ihre Mannschaft indes benachteiligt und taten ihren Unmut über der Schiedsrichter Leistungen kund. In Thun war also am Wochenende auch in der MUR-Halle ganz schön was los, und mit Raphael Röllin bekam das dortige Geschehen ein Gesicht. Der Angreifer schoss zu Beginn beider Partien Treffer und spielte jeweils beinahe durch, wofür er in den Schlussphasen büsste. Da vergab er, der Aktivposten schlechthin, etliche Möglichkeiten. Die sehr beherzte Leistung des Technikers blieb damit ungekrönt und dessen Team mit 7:7 und 2:2 ohne Sieg. Hoffen auf Support Thunersterns Chancen auf die Finalrundenteilnahme sind trotz der neuerlichen Rückschläge sehr gut; mit einem Punkt mehr und einem Spiel weniger hat der Vizemeister Vorteile gegenüber Widersacher Biasca. Gewänne der aber seine letzte Partie, müsste Thunerstern aus den Spielen gegen Genf und Weil zwei Punkte holen. Bruno Lehmann hofft deswegen auf Schützenhilfe: Biasca trifft am Samstag auf Wimmis. Wenig zuversichtlich dürfte Lehmann die 2:7-Niederlage in Diessbach stimmen. Adrian HornRangliste/Telegramme Seite 16>

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