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Zwischen Aquarell und Ölmalerei

KunstDie Künstlerin Beatrix Bigler stellt derzeit im Thuner Hotel Freienhof aus. In ihrem Atelier gibt sie Malkurse und Workshops in Kleingruppen.

Wenn sie Auftragsarbeiten für Aquarelle oder Ölbilder erhalte, seien oft Bergmotive geordert worden. «Dabei mag ich Berge und Winter eigentlich nicht besonders», gesteht Beatrix Bigler. Die Künstlerin, die seit vier Jahren ein eigenes Atelier an der Buchholzstrasse in Thun besitzt und Malkurse erteilt, hat ihr Herz an Venedig, das Meer, Schiffe und farbenfrohe Blumen verloren. Das sind jene Themen, die sie gegenwärtig auch im Thuner Hotel Freienhof präsentiert. «Das Aquarell der ‹Titanic› und drei weitere Bilder hätte ich an der Vernissage gleich mehrmals verkaufen können», sagt Bigler. Und sie gesteht, dass ihr die Trennung von gewissen ihrer Werke schwerfalle: «Es sind jene Bilder, mit denen eine besondere Geschichte verbunden ist. Aber logischerweise überwiegt die Freude, wenn ich meine Gemälde verkaufen kann. Das ist doch die grösste Anerkennung für einen Künstler.» Spontanes und Überlegtes Dass sie sich für Aquarell und Ölmalerei entschieden hat, kommt nicht von ungefähr: «Bei einem Aquarell ist es kaum mehr möglich, Fehler zu korrigieren. Dieses Schnelle und Spontane, das sehr genau überlegt sein muss, fasziniert mich», erklärt Beatrix Bigler. Denn so entstünden interessante Effekte, die auch die Künstlerin selbst zu überraschen vermögen – «wenn man das zulässt». Und ähnlich wie die grossen Meister Turner, Monet oder Anker nutzt die Thunerin einige ihrer Aquarelle als Vorstudien zu den grossformatigen Ölgemälden. «An der Ölfarbe gefallen mir das Material mit dessen Möglichkeiten und die Brillanz, die kein anderes Material so intensiv widerspiegeln kann.» Zwanzig Jahre lang war Beatrix Bigler als Personalleiterin tätig, bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ein Atelier eingerichtet hat. Unterrichten in Kleingruppen «Am Anfang malte auch ich stark figürlich. Aber mit der Zeit lernt man, zu reduzieren, einige Details gezielt hervorzuheben und andere bewusst verschwommen zu lassen», blickt Bigler zurück. Jahrelang hat sie sich im In- und Ausland weitergebildet, hat Studien bei Künstlern wie dem Wiener Heribert Mader, Bernhard Vogel in Salzburg (A), Heinz Schweizer in Venedig oder an der Thuner Malschule sowie bei Alex Zürcher absolviert. «Mittlerweile gebe ich selber Kurse in meinem Atelier», sagt die Künstlerin. Drei Stunden dauert ein Workshop, an dem maximal vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend sind. Und sie kommen von überall her – aus der Region, aber auch aus dem Wallis. Da Bigler ihre Kurse auch an den Wochenenden anbietet, finden etliche Kurse am Sonntag oder am Montag statt. «Das ist ideal für Alleinstehende und Berufstätige», hat die Atelierleiterin festgestellt. Denn es gehe zwar primär um Technik und Bildaufbau, «aber eben auch um soziale Kontakte und Austausch». Einen Traum hat Beatrix Bigler noch: «Ich würde gerne in einem Altersheim oder einem betreuten Wohnheim für beeinträchtigte Menschen Malunterricht erteilen.» Denn sie sei überzeugt, dass da jede Menge Kreativität brachliege, die sie gerne aktivieren würde, und sie damit Freude bereiten könnte. HeinerikaEggermann DummermuthDie Ausstellung von Beatrix Bigler im Hotel Freienhof, Thun, dauert noch bis 18.Dezember. Aquarellkurse im Atelier an der Buchholzstrasse 57 in Thun nach Vereinbarung, Tel. 079 4116075, E-Mail: beatrix.bigler@hispeed.ch. www.beatrix-bigler.ch>

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