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Paradies für Unbescheidene

Der Atlantis-Komplex auf Paradise Island auf den Bahamas ist ein Hotel der Superlative. Es ist eine Mischung ausLas Vegas, Miami und den Malediven. Mit jeder Menge Vergnügungsmöglichkeiten.

Atlantis Caribbean beach resort at Nassau with white sand coastline and deep blue sea, Bahamas.
Atlantis Caribbean beach resort at Nassau with white sand coastline and deep blue sea, Bahamas.
Getty Images
Steile Rutschbahnen: Der Wasserpark ist gigantisch gross.
Steile Rutschbahnen: Der Wasserpark ist gigantisch gross.
zvg
Zocken mit karibischem Flair: Das Casino im Atlantis.
Zocken mit karibischem Flair: Das Casino im Atlantis.
zvg
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Möglicherweise ist der philosophische Ansatz nicht absolut passend, um sich der gigantischen Vergnügungsanlage Atlantis auf den Bahamas zu nähern. Und doch passt er ganz gut. Atlantis ist nämlich ein mythisches, berühmtes Inselreich, welches der antike griechische Philosoph Platon vor bald 2500 Jahren erstmals erwähnte. Es ist unklar, ob Atlantis existierte, aber das spielt in dieser Geschichte keine Rolle.

Unbestritten und fantastisch ist die Präsenz von Atlantis auf Paradise Island. Der Komplex ist ein Paradies für ganz viele Menschen. Beispielsweise für Sonnenhungrige. Wasserfreunde. Zocker. Gourmets. Sportler. Sandfreaks. Meerestierbewunderer. Und viele mehr. Atlantis vereint alles, was man sich unter Strandferien vorstellt; es ist aber auch wie eine Kleinstadt auf Drogen, eine Art Las Vegas in der Karibik. Und wer es nicht so hat mit einer wie aufgeblasen wirkenden Glitzerwelt, für den stehen sehr schmucke, sehr intime, sehr kostspielige Villen und Suiten bereit. Es ist alles eine Frage des Preises.

3800 Zimmer

Denn eines muss sich der Atlantis-Gast bewusst sein: Billigferien gehen anders. Ab 300 Franken aufwärts kostet die Nacht im Doppelzimmer, nach oben ist die Preisgrenze fast unbegrenzt, es stehen mehrere mächtige Tower zur Auswahl, die teuersten der über 3800 Zimmer sind im vierstelligen Bereich – pro Übernachtung. Die allermeisten Besucher stammen aus den USA, sie bleiben ein paar Tage, verlassen Atlantis kaum, weil sie hier alles finden, was sie benötigen. Die Insel ist über zwei Brücken mit Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, verbunden, und wer einmal eingecheckt hat, ist schier überwältigt vom grenzenlosen Angebot.

Atlantis ist, getreu dem Namen, ein Fantasieort mit riesigem Wasserpark, unzähligen Unterhaltungsmöglichkeiten, zahlreichen Bars und Restaurants jeder Preiskategorie, Theater und Clubs, Shoppingarkaden und dem mit Abstand grössten Casino der Karibik. Immer Anfang Jahr findet hier eines der lukrativsten Pokerturniere der Welt statt. An den über tausend einarmigen Banditen und fast hundert Spieltischen herrscht stets erhöhte Betriebsamkeit, mehrere Verpflegungsmöglichkeiten runden das Angebot im Spieldorado ab. Das Casino ist ein Designmeisterstück, das die Welt des untergegan­genen Atlantis symbolisiert. Mit prächtigen Glasskulpturen, Mond- und Sonnentempeln und grandioser Architektur.

Atlantis ist, getreu dem Namen, ein Fantasieort mit ­riesigem ­Wasserpark und dem grössten Casino der Karibik.

13 Pools

Aber eigentlich kommt man ja zum Baden und Relaxen auf die Bahamas. Auch diesbezüglich ist das Atlantis die erste Adresse der Region. Künstliche Lagunen und mehrere samtweiche Strände prägen das Erscheinungsbild, mal ist es am Meer laut und wild, mal ruhig und edel – und stets ist das Wasser perfekt türkisblau. Das mag nun alles wie ein überzeichneter Werbespot klingen. Doch wer Las Vegas mag und Miami und die Malediven, und das ­alles irgendwie vereint an einem Ort vorfinden möchte, der ist im Atlantis ideal aufgehoben.

Dabei ist das Herzstück der Hotelanlage noch gar nicht erwähnt worden. Der grösste Wasserpark der Karibik steht selbstredend auch im Atlantis, eine fast 60 Hektaren grosse Anlage mit vielen Rutschbahnen, die dem Thema entsprechen, beispielsweise in einem Mayatempel. Es gibt eine rund 1,5 Kilometer lange Flussfahrt mit vielen Schikanen, 13 teilweise riesengrosse Pools, eine aufregende Wasserlandschaft für Kinder. Hunderte Palmen runden das karibische Feeling ab.

Wer immer noch nicht genug von Superlativen hat, dem sei der Dolphin Cay erwähnt. Es ist das weltgrösste Rettungs- und Rehabilitationszentrum, in dem man mit den Tieren in Kontakt treten kann. Und selbstverständlich bietet die Atlantis-Unterwasserwelt einiges mehr. Sie vereint eine ­beeindruckende Kollektion an Attraktionen mit Aquarien und Höhlen, Korallen und Unterwasserruinen, stets im Hotelstil gehalten – und mit weit über 50 000 Tieren wie Delfinen und Haien, Muränen und Seelöwen, Rochen und Piranhas und vielen weiteren Fischen. Bunten und gefährlichen, kleinen und schnellen. Gläserne Tunnel führen durch die farbenfrohe Wasserwelt.

12 Kletterflächen

Man kann es sich gut gehen lassen im Atlantis. Und weil auch das kulinarische Angebot erstklassig ist, sollte man sich während des Aufenthalts unbedingt aktiv betätigen – sonst sind die in den exklusiven Boutiquen erstandenen Kleider zu Hause plötzlich zu eng geschnitten. Das Sportangebot ist, wie könnte es anders sein, umfassend. Neben den üblichen Bewegungsmöglichkeiten mit Racketts oder im Wasser steht etwa eine Kletteranlage mit 12 Flächen und einer Vielzahl an Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Das Fitnesscenter ist, dem Gigantismus angepasst, für einen Hotelkomplex bemerkenswert umfangreich ausgestattet, im privaten Golfklub wartet ein wunderschöner Par-72-Kurs. Allerdings muss man für die Runde mindestens 250 Franken aufwerfen.

Das Resort bietet alles, was das Ferienherz vieler begehrt. Selbst gestresste Eltern können den Aufenthalt dank der vielfältigen Kinderbetreuung geniessen – und auch mal unbeschwert durch das Marina Village flanieren. Bescheidenheit allerdings wird hier nicht zelebriert. Es überrascht keineswegs, gehörte einst auch der Immobilienmogul und heutige US-Präsident Donald Trump zu den Besitzern des Atlantis.

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