Weihnachten bei den Chaplins

An Weihnachten jährt sich der 40. Todestag von Charlie Chaplin. Der Heissluftballon, der beim Manoir de Ban oberhalb Veveys in die Höhe steigt, ist nur einer der Gründe, warum man jetzt den Ort besuchen sollte, wo Chaplin 25 Jahre lebte.

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Nina Kobelt@Tamedia

Am Weihnachtstag, sagt Eugene Chaplin (64), sei auch bei der Familie Chaplin der Weihnachtsmann gekommen. Aber nie allein: mit ihm ein Polizist, der habe bezeugen können, dass es sich um den richtigen Weihnachtsmann handle. Diese Aktion war die Idee seines Vaters Charlie Chaplin gewesen, der seine Kinder zwar streng, aber mit einem gross­artigen Humor erzogen hatte. Eugene war das fünfte von ins­gesamt acht Kindern von Oona O’Neill und Charlie Chaplin und das erste, das im Schweizer Domizil geboren wurde. Diese Woche gab er Auskunft über seinen berühmten Vater, rund siebzig Journalisten aus aller Welt waren nach Vevey gereist.

Vor 40 Jahren starb Charlie Chaplin. Am Weihnachtsmorgen, im Manoir de Ban bei Vevey, wo er 25 Jahre lang gelebt hatte. Das Haus ist heute Museum, und die Filmikone mit ihren symbolträchtigen Charakteren wie dem Barbier oder dem Diktator ak­tuell wie nie zuvor. Deshalb und weil, sind wir ehrlich, Charlie Chaplin unsterblich ist, wird ihm im Rahmen der Feierlichkeiten verschiedentlich gehuldigt.

Zauberhafter Schnickschnack

Zum Beispiel mit einer Eis­skulptur auf dem Jungfraujoch, sie zeigt Chaplins Filmfigur, den Tramp. Und natürlich vielen kleinen Attraktionen, vor allem zur Weihnachtszeit, in Chaplin’s World, das aus dem Manoir de Ban, einem Filmstudio, einem Restaurant, einem Shop und dem riesigen Park besteht. Um Letzteren führt ein zauberhafter Lichterparcours, auf dem man be­gleitet wird von Musik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, es ist wie im Märchen; weil die Lautsprecher in den Bäumen versteckt sind, scheinen diese zu singen. Auf der Wiese steht ein Heissluftballon, er versprüht verspielte Jahrmarktatmosphäre und hebt sich ungefähr 30 Meter vom Boden ab. Wer will, kann eine kurze Fahrt unternehmen und den Rundblick auf die Alpen und den Genfersee wagen – ausser man tut es im Dunkeln, dann ist alles noch viel fabelhafter.

Heiter und fröhlich

Nötig wären all die Aufmerksamkeiten der Betreiber von Chaplin’s World nicht. Das Anwesen, das 2016 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, umgibt eine – tatsächlich fast magische – Ruhe, in der es so einfach ist, glücklich zu sein. «Happiness was organised by my mother», es sei Mutter gewesen, die die Glücksmomente organisiert habe, sagt Eugene Chaplin dazu. Heiter und fröhlich sei seine Kindheit ge­wesen. Heiter stimmt auch der Besuch an diesem Ort, vor allem im Manoir de Ban. Das beginnt mit dem übervoll geschmückten Christbaum in der Eingangshalle und endet mit dem Blick auf die mit Licht umrandeten Bänklein.

Aber vielleicht ist es auch etwas anderes, das einen so froh macht hier: Stets hat man das Gefühl, Charlie Chaplin komme nächstens um die Ecke spaziert. Und mache einen Luftsprung.

Chaplin’s World, täglich geöffnet ausser am 1. 1. 2018. Lichter­parcours «Mit Charlie in die Höhe steigen» bis 7. 1. 2018, www.­chaplinsworld.com.

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