So tauchen Sie unbeschwert ab

Tauchen gilt nicht als Hochrisiko-Sport – trotzdem gibt es einige Punkte zu beachten, bevor man die Welt unter Wasser erkundet. Was eine Rettungstaucherin rät.

Der erste Tauchgang an einer fremden Destination ist der falsche Ort, um neue Ausrüstung auszuprobieren.

Der erste Tauchgang an einer fremden Destination ist der falsche Ort, um neue Ausrüstung auszuprobieren.

(Bild: lucatelles (Pixabay))

Welche gesundheitlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man unbeschwert tauchen kann?
Andrea Röthlisberger von Manta Reisen: Auch wenn Tauchen bis 40 Meter nicht als Hochrisiko-Sport gilt, wirkt unter Wasser ein starker Druck auf den Körper. Deswegen ist es wichtig, dass vor dem Tauchkurs und auch danach in regelmässigen Abständen ein Gesundheitscheck durch einen Taucharzt vorgenommen wird. Während der Tauchferien sollte der Taucher ausreichend trinken, damit der Körper nicht dehydriert bleibt, man sollte sich viel ausruhen und auf seinen Körper hören.

Braucht man fürs Tauchen eine Versicherung?
Mit ins Gepäck eines Tauchers gehört der Nachweis einer Tauchversicherung, welche im Fall eines Tauchunfalls für alle Kosten aufkommt. Diese können sich auf Zigtausende Franken belaufen. Tauchreisen können je nach Destination ganz schön ins Geld gehen. Deswegen empfehlen wir den Abschluss einer Reise- und Annullationskostenversicherung für den Fall der Fälle. Es wäre zu schade, wenn man die Reise wegen einer Bagatelle nicht antreten könnte, die Reisekosten aber nicht rückerstattbar sind.

Wie pflege und teste ich meine Ausrüstung?
Für den Taucher mit der eigenen Ausrüstung empfiehlt es sich, diese regelmässig warten zu lassen. Am anderen Ende der Welt sind Ersatzteile meistens schwer aufzutreiben. Auch wenn man sich noch so über neue Ausrüstungsteile freut, ist der erste Tauchgang an einer fremden Destination – allenfalls noch mit starker Strömung – nicht der richtige Platz, um diese zum ersten Mal auszuprobieren.

Für wen empfiehlt sich welche Tauchdestination?
Das Wichtigste für eine gelungene Tauchreise ist es, die passende Destination zu finden. Ein frischgebackener Taucher wird sich in den starken Strömungen um Cocos Island in Costa Rica nicht wohlfühlen. Genauso wenig, wie ein Grossfischjäger einen Aufenthalt im Makroparadies Lembeh schätzen wird. Hier ist es wichtig, sich vor der Buchung Gedanken zu machen, was man vor Ort erleben respektive unter Wasser antreffen möchte. Ein erfahrener Hardcoretaucher ist auf einem Tauchsafari-Boot, welches bis zu fünf Tauchgänge pro Tag anbietet, sicher gut aufgehoben. Für kulturell interessierte Taucher eignet sich hingegen ein Resort mit Ausflugsmöglichkeiten. Es gibt nichts Schlimmeres, als lange auf eine Reise gespart zu haben, um dann vor Ort zu merken, dass man mit komplett falschen Erwartungen angereist ist. Eine gute Recherche und kompetente Beratung lohnen sich hier definitiv.

Was geht bei Tauchferien oft vergessen?
Wer mit einer korrigierten Maske taucht, tut gut daran, diese im Handgepäck mitzuführen. Sollte das Gepäck nicht ankommen, kann zwar vieles vor Ort ersetzt werden, aber eine Maske in der richtigen Korrektur zu finden, wird definitiv zur Knacknuss.

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