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«Über diesen Markt zu gehen, ist ein Spaziergang durch die Hölle»

Touristen können durchaus Einfluss nehmen, wenn sie Tiere leiden sehen oder im Hotel auf verwahrloste Streuner treffen.

Ein authentisches Erlebnis? Hunde auf dem Tomohon Market in Indonesien warten auf die Schlachtung Foto: Vier Pfoten

Ein authentisches Erlebnis? Hunde auf dem Tomohon Market in Indonesien warten auf die Schlachtung Foto: Vier Pfoten

Chris Winteler@sonntagszeitung

Der Empfang hätte lieblicher nicht sein können: Ein kleines Büsi hockt auf dem Sitzplatz vor unserem Hotelzimmer. In den folgenden fünf Tagen wird es unser Büsi sein.

Wie auf allen griechischen Inseln leben auch auf Paros Tausende Streunerkatzen. Während der Touristensaison, von Mai bis Ende September, ernähren sie sich vom Abfall der Hotel- oder Restaurantküchen. Manch ein Tourist lässt in der Taverne ein Stücklein Fisch unter den Tisch fallen oder nimmt etwas vom Frühstücks­buffet mit. Ab Oktober aber, wenn die letzten Gäste die Insel verlassen haben, die Hotelanlagen und die meisten Restaurants geschlossen sind, kämpfen die Katzen Tag für Tag ums Überleben. Ein Kellner in der Hafentaverne sagt: «Die Starken werden den Winter überstehen, die anderen nicht – that’s life.»

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