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Hotelruinen in BeatenbergRückt neues Dorfzentrum näher?

Der Beatenberger Souverän entscheidet an der nächsten Gemeindeversammlung über den Kauf dreier Liegenschaften. Fernziel bleibt die Realisierung eines neuen Dorfzentrums.

Blick auf die Liegenschaft des Hotel Jungfraublick (l.) mit vorgelagertem Chalet Central in Beatenberg. Der Gemeinderat will Häuser und Land kaufen. Das letzte Wort hat die Gemeindeversammlung.
Blick auf die Liegenschaft des Hotel Jungfraublick (l.) mit vorgelagertem Chalet Central in Beatenberg. Der Gemeinderat will Häuser und Land kaufen. Das letzte Wort hat die Gemeindeversammlung.
Foto: Hans Urfer

Spirenwald ist nicht nur ein Ortsteil von Beatenberg, sondern kann durchaus als Siedlungszentrum der fast 3000 Hektaren umfassenden Fläche der Gemeinde Beatenberg bezeichnet werden. Rechts und links der Dorfstrasse reihen sich Gewerbebetriebe, Einkaufsgeschäfte, Wohnhäuser auf, befinden sich die Gemeindeverwaltung sowie andere Liegenschaften.

Unter die Kategorie «andere Liegenschaften» fallen auch die ehemaligen Hotels Beauregard und Jungfraublick sowie das Chalet Central.

Keine Visitenkarte

Seit November 2009 geschlossen, sorgen die sich im Eigentum der Raiffeisenbank Jungfrau befindenden Jungfraublick samt Chalet Central und Beauregard für keinen schönen Anblick. Deren baulicher Zustand kann der Kategorie «desolat und baufällig» zugeordnet werden. Dessen ist sich auch Gemeindepräsident Roland Noirjean bewusst.

«Diese Gebäude sind für die Gemeinde keine Visitenkarte. Deshalb könnten wir mit dem Kauf der Häuser samt Land Voraussetzungen für neue Projekte, wie beispielsweise die Realisierung eines neuen Dorfzentrums, schaffen», sagt Noirjean.

Seit November 2009 geschlossen und baufällig: Das Hotel Beauregard an der Dorfstrasse. Auch diese Liengschaft will der Gemeinderat kaufen. Den Kaufentscheid fällt die Gemeindeversammlung.
Seit November 2009 geschlossen und baufällig: Das Hotel Beauregard an der Dorfstrasse. Auch diese Liengschaft will der Gemeinderat kaufen. Den Kaufentscheid fällt die Gemeindeversammlung.
Foto: Hans Urfer

Es geht um 1,8 Millionen Franken

Der Gemeinderat hat dem Kauf der Liegenschaften für 1,1 Millionen Franken bereits zugestimmt und beantragt nun der kommenden Gemeindeversammlung, die voraussichtlich am 19. Juni stattfinden wird, den Kredit zu genehmigen. Zudem sollen 200’000 Franken für juristische und planerische Beratung gesprochen und 500’000 Franken für den Abbruch der Gebäude bewilligt werden.

Auf angeregte Diskussion hoffen

Der Gemeindepräsident ist sich im Klaren, dass die Zustimmung des Beatenberger Souveräns zum Antrag des Gemeinderates keine Formsache sein wird. «Ich hoffe auf eine engagierte und sachliche Diskussion mit Pros und Kontras und am Ende auf einen Entscheid, den alle mittragen können», sagt Noirjean. Insgeheim hofft er auf eine breite Zustimmung. «Die positiven Rückmeldungen anlässlich unseres Workshops und auch die Resultate aus einer Onlineumfrage bestärken mich in der Annahme, dass eine Mehrheit der Bürger für ein attraktiveres Dorfzentrum ist und diese Hotelruinen nicht mehr sehen will.» Er sei sich bewusst, dass die 1,8 Millionen Franken viel Geld seien, die Gemeinde jedoch die Finanzierung sicherstellen könne.

Projekte ausarbeiten

Sollte die Gemeindeversammlung dem Kauf zustimmen, würde anschliessend eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Auftrag erhält, Projekte auszuarbeiten, mit dem Ziel, diese zuerst dem Gemeinderat und der Gemeindeversammlung zum Beschuss vorzulegen. «Wann dies genau sein wird, kann ich jetzt nicht sagen, wünsche mir jedoch, dass meine Mitbürgerinnen und Mitbürger schon bald über Projekte befinden können, die uns hin zu einem neuen Dorfzentrum führen und damit für ein attraktiveres Ortsbild von Beatenberg sorgen.»