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Zwei neue SpielerDer SC Bern holt Mittelstürmer mit Skorerqualitäten

Der SC Bern verpflichtet den Schweden Ted Brithén für zwei Jahre und gibt Simon Sterchi die Chance, sich in der National League zu bewähren.

 Ted Brithén (links) wechselt von Rögle BK zum SCB. Simon Sterchi kehrt vom SC Langenthal zum SCB zurück.
Ted Brithén (links) wechselt von Rögle BK zum SCB. Simon Sterchi kehrt vom SC Langenthal zum SCB zurück.
Foto: SC Bern/zvg

Wie an dieser Stelle schon vermeldet, wird Ted Brithén in der nächsten Eishockeysaison für den SC Bern spielen. SCB-Sportchef Alex Chatelain beschreibt den 29-Jährigen als «starken 2-Weg-Center mit Skorerqualitäten. Er kann den Rhythmus des Spiels ausgezeichnet kontrollieren und verhält sich sehr clever. Er war in den letzten Jahren einer der besten Mittelstürmer in der schwedischen Liga.»

Brithén hatte 2017 mit HV71 aus Jönköping den Meistertitel geholt und wechselte anschliessend zurück zu Rögle BK, seinem Stammclub. In der vergangenen Saison fiel er wegen eines Kieferbruchs vorerst aus und bestritt daher nur 33 Partien. In denen buchte er aber 15 Tore und 22 Assists, womit er in der SHL den höchsten Punkteschnitt aller Akteure aufwies. Mit Brithén, Dustin Jeffrey (von Lausanne) sowie Goalie Tomi Karhunen hat Bern für die Meisterschaft 2020/2021 derzeit drei Ausländer unter Vertrag.

Der Transfer war schon länger unter Dach und Fach gewesen, wurde aber erst jetzt kommuniziert. Denn beim SCB gilt derzeit wegen der heiklen wirtschaftlichen Lage ein Einstellungsstopp. Auch der nun bestätigte Zuzug Simon Sterchis (von Langenthal) war schon vor geraumer Zeit geregelt worden.

«Kreativer Ansatz» bei Sterchi

Anders als Marc Kämpf, der vom SCB ins Oberaargau zurückwechselt, ist Sterchi laut Chatelain «ein Skorer. Er ist kein Brecher, aber läuferisch sollte er auch in der National League keine Probleme haben. Ob er dann auch auf dieser Stufe zu Chancen kommt, werden wir sehen.» Der 25-jährige Wichtracher sammelte in der vergangenen Saison beim SC Langenthal in 41 Spielen 38 Punkte.

Sterchi will unbedingt den Sprung in die National League wagen, der SCB gibt ihm die Möglichkeit, sich zu bewähren – allerdings nicht, ohne sich finanziell abzusichern. Im Vertrag steht explizit, zu welchen Konditionen das Partnerteam aus Visp den Flügel übernehmen würde, sollte dieser im Kader des SCB keinen Platz finden. Chatelain spricht von einem «kreativen Ansatz und einer für alle Beteiligten sehr guten Lösung».

Konkret: Der Spieler erhält die Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Bern kann den Konkurrenzkampf anheizen und erhält im Optimalfall einen billigen Stürmer, muss aber ansonsten nur einen Teil des Lohnes zahlen. Visp verpflichtet sich, Sterchi zu übernehmen, und kommt unter Umständen vergünstigt zu einem Akteur, der sich in der Swiss League schon als guter Skorer ausgezeichnet hat. Für wen der Deal letztlich am besten ist, wird sich erst im Verlauf der nächsten Saison zeigen.