Zum Hauptinhalt springen

Langenthaler WortgeschichtenSchampar

Halb daneben ist fast getroffen: An dieser Stelle interpretiert Stadtliterat Alexander Estis Mundartwörter auf seine Weise.

Noch viel, viel besser als Schampus findet der 26. Lydia-Eymann-Stipendiat den Schampar.
Noch viel, viel besser als Schampus findet der 26. Lydia-Eymann-Stipendiat den Schampar.
Bild: Alexander Estis/PD

Ich trinke bei speziellen Anlässen, zu splendiden Festivitäten, auf der Veranda oder in der Sommerfrische an der Riviera gern ein Glas prickelnden Schampars. Schampar ist wie Schampus, aber noch viel, viel besser. Besser, exklusiver, und deshalb auch exorbitant teuer.

Einige Schampar-Jahrgänge sind so kostbar, dass eine Flasche an Wert mehreren Kisten 1907er Heidsieck gleichkommt. Aber der Preis sollte niemanden wundern, denn die Produktion ist unvergleichlich aufwendiger und komplexer als beim Champagner.

Das Terroir ist entscheidend; Sonneneinwirkung, Bodenbeschaffenheit, Humusversorgung, Neigungswinkel des Schenkels und Geometrie der Traube sind von grösster Relevanz und daher präzis vorgeschrieben. Die Lese darf nur zu bestimmten Stunden vollzogen werden – und nur von besonders zartfingrigem Personal, mit Körben, die in kunstvollen traditionellen Mustern geflochten sein müssen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.