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Leserreaktionen«Schlechter Umgang mit dem Tod ist für mich unverständlich»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem, dass hierzulande mit dem Thema Sterben nur schwer umgegangen werden kann.

Hierzulande tue man sich  im Umgang mit dem Thema Sterben schwer, schreibt eine Leserin. In armen Ländern sei dies anders.
Hierzulande tue man sich im Umgang mit dem Thema Sterben schwer, schreibt eine Leserin. In armen Ländern sei dies anders.
Foto: Urs Jaudas

Zu «Der Tod wird menschlich»

Warum die Autorin sich über Hühner, Insekten und ein Kochbuch an den Tod heranmachen will, ist und bleibt mir ein Rätsel. Der Tod war seit Jahrtausenden zu Gast – und ist immer menschlich. Dass auch in der jetzigen Pandemie so «schlecht» mit dem Tod umgegangen wird, ist für mich unverständlich. In armen Ländern, wo die Menschen kaum etwas besitzen, stirbt es sich leichter. Unsere Industrienationen mit viel Reichtum müssen das Loslassen üben und lernen. Wie und über was sei dahingestellt. Die einzige Gerechtigkeit im Dschungel der Möglichkeiten. Jolanda Friedrich, Ostermundigen

Zu «Impfkritiker instrumentalisieren Tod eines 91-jährigen Schwerkranken»

Sollte man einem Arzt noch vertrauen, der brisante, aber ungesicherte Meldungen verbreitet und dadurch dem Kampf gegen Corona ungerechtfertigterweise grossen Schaden zufügt? Vermuten, dass der Tod eines 91-Jährigen mit der Corona-Impfung einen Zusammenhang haben könnte, darf er wohl. Absolut unprofessionell aber ist, dass er diese Vermutung als Fachmann aktiv in Corona- und impfkritischen Kreisen als Fakt verbreitete. Dass dieser 91-Jährige doch eher an einer seiner verschiedenen schweren Vorerkrankungen gestorben sein könnte, verschwieg er offenbar. Ist er ein Arzt, der mithilfe seiner Funktion und seinem wissenschaftlich stümperhaften Vorgehen politische Ziele verfolgt? Jedenfalls ist das nicht gerade vertrauenswürdig.Walter Stucki, Hünibach

Zu «Bei den Todesfällen überholt die Schweiz alle Nachbarländer»

Ich finde es normal und nützlich, die Anzahl der Infizierten, Verstorbenen und bald auch der Geimpften zu zählen. Aber mit diesen Zahlen Rechnungen anzustellen, grenzt an Kaltblütigkeit und Menschenverachtung.Heinrich Megert, Langenthal

Zu «Kühne Vermittlerin zwischen Stuhl und Bank»

Beim Lesen musste ich feststellen, dass der Vorschlag von Orianne Grimm den gordischen Knoten lösen würde. Leider haben die Leute, welche betroffen sind, sich nicht mal die Zeit genommen, den Vorschlag richtig zu überdenken. Da hätten ja die Jurassier und Berner in ihrem Teil leben können, ohne dem dauernden Konflikt ausgesetzt zu sein. In der Stadt Haparande verläuft die Grenze von zwei Ländern mitten durch die Stadt. Der linke Teil gehört zu Schweden, der rechte Teil zu Finnland. Die Leute leben friedlich zusammen. Sie sind zweisprachig und in den Geschäften kann mit beiden Landeswährungen bezahlt werden. Beat Aegerter, Uetendorf


Zum Interview mit dem Altjahrsesel aus Schwarzenburg

Schön, dass diese Zeitung über den Altjahrsesel berichtet. Eine Ergänzung noch dazu: 1965 musste der Altjahrsesel wegen der Maul- und Klauenseuche im Stall bleiben. Vereinsanlässe, Theater, Konzerte und Weiteres waren bis Ende Winter verboten. Die Beizen aber waren offen, und die Eselcrew benutzte das ausgiebig, um im Lindensäli den grossen Frust zu ertränken. Hans Hostettler, Schwarzenburg

Zu Die Wölfin zu vergrämen, dient letztlich allen

Seit langem finden Wolfsfreund und Wolfsfeind keine adäquate Lösung. Die leidtragenden sind die Tiere. Das ist gröbste Tierquälerei. Ich schlage vor, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und einen Einsatzplan aufstellen. Abwechslungsweise werden die Schafe ohne Unterbruch gehütet. Oder, dem Schafhalter wird morgens geholfen, die Tiere auf die Weide zu bringen, und abends zurück in den Stall. So ist den Tieren und somit auch den Menschen geholfen. Elsbeth von Ballmoos, Schüpbach