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AdelbodenSchwarze Zahlen trotz frühzeitigem Saisonende

Die Bergbahnen Adelboden AG weist trotz Corona ein gutes Ergebnis aus.

Die Bergbahnen Adelboden AG führte im Geschäftsjahr 2019/20 die Marke «VogellisiBerg» ein. Foto: Anja Zurbrügg
Die Bergbahnen Adelboden AG führte im Geschäftsjahr 2019/20 die Marke «VogellisiBerg» ein. Foto: Anja Zurbrügg


Eine Generalversammlung mit physischer Präsenz wird es 2020 zwar nicht geben, dennoch dürfen die Aktionärinnen und Aktionäre der Bergbahnen Adelboden AG auf ein gutes Geschäftsjahr 2019/2020 zurückschauen. Eines mit vielen Neuerungen, so manch einem Rekord und vor allem eines, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Trotz Covid-19 kann die Unternehmung schwarze Zahlen ausweisen. Obschon im März 2020 der Schneesportbetrieb vorzeitig eingestellt werden musste, darf die Bergbahnen Adelboden AG (BAAG) mit ihrem Geschäftsjahr 2019/2020 zufrieden sein. Der Ebitda für die vergangene Bilanzperiode beträgt 5,7 Millionen Franken oder 41,4 % des Umsatzes. Die BAAG weist ein Betriebsergebnis von 5,79 Millionen Franken aus. Nach Abzug der Fremdkapitalzinsen und Steuern bleibt ein Cashflow von 5,44 Millionen Franken. Abzüglich der betriebsnotwendigen Abschreibungen kann das Unternehmen seinen Aktionärinnen und Aktionären einen Gewinn von 755'000 Franken vorlegen.

Viele Neuerungen im Sommer

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 führte die BAAG die neue Marke «VogellisiBerg» ein. Zudem wurde gemeinsam mit dem Verein Vogellisiwelt der Vogellisi-Erlebnisweg eröffnet. Mehr als 81'000 Gäste nutzen das Sommerangebot am «VogellisiBerg» und generierten einen Sommer-Verkehrsertrag von 1,16 Millionen Franken, was dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht. Wie in den vergangenen Jahren stiessen der Sonntagsbrunch im Restaurant Sillerenbühl und das Trottinett-Angebot auf besonders grosses Interesse. Die Mitarbeitenden des Gastronomiebetriebes durften am 14. Juli 2019 insgesamt 360 Personen zum Brunchen begrüssen – ein neuer Rekord. Da der Kletterturm auf Sillerenbühl nicht die erhofften Erfolge verbuchen konnte, wurde dieser an das Frutigresort in Frutigen verkauft. Pausenlos und nebenfrei ging es im Herbst weiter: Erstmals liefen die Anlagen am «VogellisiBerg» bis Ende November im Wochenendbetrieb.

Der perfekte Winter

Nach dem Rekordwinter 2018/2019 durfte die Bergbahnen Adelboden AG erneut Spitzenwerte verbuchen: Am 29. Dezember 2019 zählte man in der Skiregion Adelboden-Lenk zum ersten Mal über 30'000 Personen an den Anlagen. Dank dem hohen Gästeaufkommen, insbesondere während der Hochsaison, darf das Unternehmen – trotz vorzeitigem Saisonende – schwarze Zahlen ausweisen. Total konnten 11,06 Millionen Franken erwirtschaftet werden. Dazu beigetragen haben auch die Mehrverkäufe des TOP4-Skiabos (+12,8% gegenüber dem Vorjahr). Die Wintersaison fand am 14. März 2020 ein abruptes Ende: Aufgrund der behördlichen Pandemie-Verordnung wurden die Anlagen nach 108 Betriebstagen geschlossen.

1 Kommentar
    Hager Madeleine

    Es wurde den top4 Besitzern auch nichts rückvergütet für die abgebrochene Saison. Da kam ein schöner Betrag zusammen und man kann so natürlich eher schwarze Zahlen schreiben.