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Ärztetarif: Ohne Verlierer geht es nicht

Der aktuell gültige Ärztetarif Tarmed bleibt auch nächstes Jahr in Kraft. Gemäss Mitteilung hat ihn der Bundesrat bis Ende 2017 genehmigt. Die Weiterführung sei als Übergangslösung zu verstehen, bis ein revidierter Tarif in Kraft trete. Das dürfte ein Kraftakt werden, kommentiert Redaktorin Brigitte Walser.

Zumindest das ist klar: Der Tarmed bleibt auch 2017 gültig. Nach viel Lärm im Vorfeld bleibt ein weiteres Jahr alles beim Alten. Das ist in dieser verfahrenen Situation wohl die beste Lösung. So kann der Bundesrat im kommenden Jahr Tarifanpassungen vorbereiten, die entweder von allen Seiten akzeptiert werden oder aber den Druck derart er­höhen, dass sich Ärzte, Spitäler und Krankenversicherer doch noch auf einen eigenen Vorschlag einigen.

Das wird allerdings nicht einfach sein, denn dabei wird es Verlierer geben.Tarmed, das System mit den Taxpunkten, mit dem Ärzte und Spitäler im ambulanten Bereich abrechnen, ist seit 2004 in Kraft. Über diese Tarifstruktur werden inzwischen rund 11 Milliarden Franken im Jahr abgewickelt. Einig sind sich Bund, Spitäler, Ärzte und Krankenversicherer nur in einem Punkt: Die Struktur ist veraltet, gewisse Leistungen werden zu hoch vergütet, andere zu tief.

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