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Bund will Jägern Fotofallen verbieten

Jäger sollen zum Aufspüren von Hirschen, Rehen oder anderen Tieren keine Fotofallen mehr im Wald aufstellen dürfen. Der Bund sieht Probleme mit dem Datenschutz.

Für die Forschung soll der Einsatz von Fotofallen erlaubt bleiben: Zwei Jungluchse tappen in eine Fotofalle. (Bild: Kantonale Fischerei und Jagdverwaltung)
Für die Forschung soll der Einsatz von Fotofallen erlaubt bleiben: Zwei Jungluchse tappen in eine Fotofalle. (Bild: Kantonale Fischerei und Jagdverwaltung)

Der Bundesrat habe dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) den Auftrag gegeben, den Einsatz von Fotofallen «für jagdliche Zwecke» so weit wie möglich zu verbieten, sagte Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd, in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF. Die Fotos könnten aus Sicht des Datenschutzes «sehr, sehr heikel» sein. «Es ist nicht auszuschliessen, dass mit diesen Fotofallen auch Menschen fotografiert werden. Und wir haben keine Kontrolle darüber.»

Die Kameras sind laut Radio SRF für wenig hundert Franken erhältlich. Sie werden durch Bewegungsmelder ausgelöst und könnten automatisch Bilder an das Handy des Jägers senden.

«Helmkameras sind das grössere Problem»

Wenig Verständnis für das geplante Verbot hat der Verband JagdSchweiz. Präsident Hanspeter Egli verweist gegenüber Radio SRF auf die Empfehlung des Verbandes, wonach die Kameras so installiert werden sollten, dass keine Personen fotografiert werden können. Ausserdem sei das Problem mit Kameras bei der Jagd vergleichsweise gering, sagte Egli. Mit den vielen Helmkameras auf Skipisten würden viel mehr Menschen fotografiert.

Der Bundesrat kündigte das Verbot in einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Parlament an. Dafür will er die Jagdverordnung anpassen und die Kameras neu auf die Liste der nicht erlaubten Hilfsmitteln für die Jagd aufnehmen. Für die Wildforschung soll der Einsatz von Fotofallen erlaubt bleiben.

SDA/ldc

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