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«Ein Job für Joe?»

Die Affäre Hildebrand hat auch international hohe Wellen geschlagen. Die Kommentare in den ausländischen Medien fallen unterschiedlich aus. Und bereits gibt es einen konkreten Vorschlag für einen Nachfolger.

«Der Verdacht auf ein Komplott gegen Hildebrand stand – und steht noch immer – im Raum», schreibt die «Süddeutsche Zeitung» zur Rolle Blochers als Briefträger in der Affäre. «Für die Schweizer Politik sei der Fall Hildebrand «auf jeden Fall peinlich», da sich die Regierung unter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zuvor noch hinter Hildebrand gestellt hatte. Das Image der Schweiz als sicherer Hafen habe durch einen Notenbankchef, der sich nicht an den Geist wichtiger Regeln halte und eine Privatbank, deren Mitarbeiter die Kontobewegungen selbst prominentester Kunden nach aussen tragen könne, gelitten. Fazit: «Die Affäre könnte die Schweizer Psyche nachhaltig erschüttern».
«Der Verdacht auf ein Komplott gegen Hildebrand stand – und steht noch immer – im Raum», schreibt die «Süddeutsche Zeitung» zur Rolle Blochers als Briefträger in der Affäre. «Für die Schweizer Politik sei der Fall Hildebrand «auf jeden Fall peinlich», da sich die Regierung unter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zuvor noch hinter Hildebrand gestellt hatte. Das Image der Schweiz als sicherer Hafen habe durch einen Notenbankchef, der sich nicht an den Geist wichtiger Regeln halte und eine Privatbank, deren Mitarbeiter die Kontobewegungen selbst prominentester Kunden nach aussen tragen könne, gelitten. Fazit: «Die Affäre könnte die Schweizer Psyche nachhaltig erschüttern».
sueddeutsche.de
Die Ankläger blieben den Beweis schuldig, dass Hildebrand von den Geschäften seiner Frau wusste, urteilt «Spiegel online» zur Affäre Hildebrand. Doch allein der Verdacht habe den Gegnern eine Angriffsfläche geboten. «Diese nutzten sie beherzt, auch wenn sie dabei wichtige Grundsätze über den Haufen warfen, die sie selbst immer wieder hochhalten.» Und meint damit das Bankgeheimnis. Doch den Konservativen sei es um mehr gegangen: «Es galt, einen Mann auszuschalten, der mit seinem Namen für eine scharfe Grossbankenregulierung stand.» Für Hildebrand habe es gar keine andere Möglichkeit gegeben, als den Rückzug anzutreten. Seit dem vergangenen Donnerstag hätten sich die Angriffe auf die private Ebene verlagert: «Auf einmal war es interessant, wann und wo wir essen gehen – und wie meine Frau bei solchen Anlässen gekleidet ist», zitiert «Spiegel online» den scheidenden Zentralbank-Chef.
Die Ankläger blieben den Beweis schuldig, dass Hildebrand von den Geschäften seiner Frau wusste, urteilt «Spiegel online» zur Affäre Hildebrand. Doch allein der Verdacht habe den Gegnern eine Angriffsfläche geboten. «Diese nutzten sie beherzt, auch wenn sie dabei wichtige Grundsätze über den Haufen warfen, die sie selbst immer wieder hochhalten.» Und meint damit das Bankgeheimnis. Doch den Konservativen sei es um mehr gegangen: «Es galt, einen Mann auszuschalten, der mit seinem Namen für eine scharfe Grossbankenregulierung stand.» Für Hildebrand habe es gar keine andere Möglichkeit gegeben, als den Rückzug anzutreten. Seit dem vergangenen Donnerstag hätten sich die Angriffe auf die private Ebene verlagert: «Auf einmal war es interessant, wann und wo wir essen gehen – und wie meine Frau bei solchen Anlässen gekleidet ist», zitiert «Spiegel online» den scheidenden Zentralbank-Chef.
spiegel.de
Das «Handelsblatt» bringt einen weiteren möglichen Nachfolger ins Spiel: «Josef Ackermann, noch Vorstandschef der Deutschen Bank, aber ab Mai ohne Aufgabe bei seinem jetzigen Arbeitgeber, könnte ein möglicher Kandidat sein.» Ein Indiz dafür sei, dass sich Ackermann gerade in den vergangenen Wochen mehr als Staatsmann denn als Unternehmenschef präsentiert habe.Ackermann könnte damit den umgekehrten Weg von Axel Weber gehen. Der ehemalige deutsche Bundesbankpräsident  wird im Frühjahr Verwaltungsratschef der Schweizer Grossbank UBS. Vertraute von Ackermann beschwichtigen allerdings: Es sei noch zu früh, um an so etwas überhaupt zu denken, schreibt das Handelsblatt.
Das «Handelsblatt» bringt einen weiteren möglichen Nachfolger ins Spiel: «Josef Ackermann, noch Vorstandschef der Deutschen Bank, aber ab Mai ohne Aufgabe bei seinem jetzigen Arbeitgeber, könnte ein möglicher Kandidat sein.» Ein Indiz dafür sei, dass sich Ackermann gerade in den vergangenen Wochen mehr als Staatsmann denn als Unternehmenschef präsentiert habe.Ackermann könnte damit den umgekehrten Weg von Axel Weber gehen. Der ehemalige deutsche Bundesbankpräsident wird im Frühjahr Verwaltungsratschef der Schweizer Grossbank UBS. Vertraute von Ackermann beschwichtigen allerdings: Es sei noch zu früh, um an so etwas überhaupt zu denken, schreibt das Handelsblatt.
handelsblatt.com
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