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Rega-Piloten fliegen künftig blind

Rega-Piloten starten normalerweise nur, wenn sie auf Sicht fliegen können. Doch bald soll Nebel kein Grund mehr sein am Boden zu bleiben.

Auch bei schlechtem Wetter sollen die Piloten fliegen: Ein Rega-Helikopter am 24. April 2014 in Lausanne.
Auch bei schlechtem Wetter sollen die Piloten fliegen: Ein Rega-Helikopter am 24. April 2014 in Lausanne.
Martial Trezzini, Keystone

Die Rega will ihre Helikopter-Piloten künftig auch bei schlechten Bedingungen auf einen Einsatz schicken. Dazu baut die Rettungsflugwacht ein eigenes Netz bestehend aus 60 Wetterstationen und Webcams auf, welches den sogenannten Blindflug nur mithilfe der Cockpit-Instrumente möglich machen soll.

Bisher durften Piloten nämlich nur auf Sicht fliegen. Bei Nebel oder starkem Schneefall blieben die Maschinen am Boden. Nun sollen in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe und der Flugsicherung Skyguide Routen definiert werden, in denen die Flüge «blind» durchführbar sind, berichtet die «Ostschweiz am Sonntag».

Science-Fiction-Monokel

Die Wetterstationen beliefern zudem über die Instrumente im Cockpit den Piloten mit Informationen über den Einsatzort. Die Idee dahinter ist, die Wetterdaten ohne Zeitverlust an den Piloten zu übertragen. Er kann sich damit imme rüber die aktuelle Lage vor Ort informieren.

Die Blindflug-Routen und das Netz sind nur ein Teil der Projekte der Rettungsflugwacht für eine wetterunabhängige Luftrettung. Die Rega prüft ausserdem noch die Anschaffung von Helikoptern mit Enteisungsanlagen und sucht nach einer Möglichkeit, durch ein Monokel angesehene Geländeformen virtuell darstellen zu lassen.

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